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Pentago – Produktbild
ab 8 J. · ★ 4,3 · Tipp der Redaktion

Pentago

Fünf Kugeln in eine Reihe legen – aber nach jeder Kugel dreht sich ein Viertel des Bretts. Strategie mit ständigem Umdenken.

So spielt es sich

Das Brett besteht aus vier drehbaren Quadraten mit je neun Mulden. Weiß beginnt: Man setzt eine Kugel in eine freie Mulde und dreht ein beliebiges Quadrat um 90 Grad (beide Richtungen erlaubt). Wer zuerst fünf Kugeln waagrecht, senkrecht oder diagonal in einer Reihe hat, gewinnt – steht die Reihe schon nach dem Setzen, entfällt das Drehen. Bringt eine Drehung beiden eine Fünferreihe, ist es unentschieden.

Was es fördern kann

Der Kniff ist die Drehung: Vor jedem Zug muss man sich vorstellen, wo die Kugeln eines Quadrats nach einer Vierteldrehung liegen und ob sie sich mit den Nachbarquadraten zu einer Reihe verbinden – mentales Rotieren. Vorausdenken heißt: Auch das Gegenüber setzt und dreht, mit acht möglichen Drehungen; eine scheinbar harmlose Kugel kann so plötzlich eine Reihe schließen. Weil jede Drehung die Lage verändert, müssen Pläne laufend angepasst werden – das fordert kognitive Flexibilität.

Mentales Rotieren●●●●●
Vorausschauendes Planen●●●●●
Kognitive Flexibilität●●●●●
Stimmen aus der Community: In Schweden 2005 als Erwachsenenspiel des Jahres ausgezeichnet, in Finnland 2006 als Strategiespiel des Jahres, dazu Mensa Select 2006. Gelobt werden einfache Regeln und kurze Partien, die zur Revanche einladen. Ein Rezensent hielt es für eine wenig originelle „Vier gewinnt“-Variante. Per Supercomputer ist Pentago gelöst: Bei perfektem Spiel gewinnt, wer beginnt.
Unser Tipp für Eltern: Hausregel zum Einstieg: Kinder dürfen ein Quadrat probehalber drehen und zurückdrehen, bevor sie sich festlegen; später wird nur im Kopf gedreht. Den Startspieler am besten abwechseln.

Besonders geeignet für

  • Knobelfreudige Kinder ab 8 Jahren
  • Kurze Duelle zwischendurch, gern mit Revanche
  • Kinder, denen „Vier gewinnt“ zu leicht ist

Weniger geeignet für

  • Größere Runden – Pentago ist ein reines Duell
  • Wer Glück, Thema oder Geschichte sucht

Unser Fazit

Pentago lohnt sich für knobelfreudige Kinder ab acht und für Eltern, die ein kurzes Duell mit schneller Revanche suchen. Die Stärke ist der einfache Zugang: Die Regeln sind rasch gelernt, und die Drehung der Quadrate macht aus dem bekannten Reihenspiel eine echte Denkaufgabe. Grenzen setzen das reine Zweierformat und dass Glück, Thema und Geschichte fehlen.

So gelingt der Einstieg

  • Vor der ersten Partie die zwei Sonderfälle klären: Steht die Reihe schon nach dem Setzen, entfällt das Drehen, und bringt eine Drehung beiden Seiten eine Fünferreihe, endet es unentschieden.
  • Den Anfang von Partie zu Partie wechseln, denn wer beginnt, hat bei bestem Spiel beider Seiten den Vorteil.

Im Detail

Varianten und Spielerzahl

Pentago ist auf genau zwei Personen ausgelegt: Die KOSMOS-Produktseite zur Jubiläumsausgabe nennt 2 Personen, ein Alter von 8 bis 99 Jahren und 15 Minuten. Laut der KOSMOS-Anleitung spielt Weiß gegen Schwarz, jede Seite mit 18 Kugeln. Eine Fünferreihe darf sich über zwei oder drei der vier drehbaren Quadrate erstrecken. Neben der Drehung, die beiden Seiten eine Reihe bringt, nennt die Anleitung einen zweiten Weg zum Unentschieden: Bleibt auch der letzte Zug ohne Fünferreihe, gewinnt niemand. Wie groß die Auswahl schon beim ersten Zug ist, rechnet perfect-pentago.net vor: 36 Felder mal 8 Drehungen ergeben 288 mögliche Eröffnungszüge.

Was Rezensionen sagen

Brettspiele-Report lobt die simplen Regeln und die kurze Spielzeit, dank der leicht mehrere Partien und Revanchen hintereinander möglich sind. Zugleich hält die Rezension fest, dass das sinnvolle Anwenden der Regeln Überblick und Strategie verlangt. Reich der Spiele sieht in der Kosmos-Ausgabe von 2007 im Wesentlichen eine Variante von „Vier gewinnt“, „weder neu noch sonderlich originell“. Dieselbe Rezension schreibt aber auch, dass die Drehung mehr Aufmerksamkeit und Abstraktionsvermögen verlangt: Eine scheinbar harmlos gelegte Kugel kann durch das Drehen Teil einer Reihe werden. Bei Mensa Select 2006 gehörte Pentago zu den fünf ausgezeichneten Spielen.

Im Vergleich

Quoridor (ab 8, 2 bis 4 Personen, 10 bis 20 Minuten) fordert wie Pentago vorausschauendes Planen und kognitive Flexibilität, dazu räumliches Denken. Es eignet sich für Eltern-Kind-Duelle ganz ohne Würfelglück, liegt aber Kindern weniger, die das Ausbremsen persönlich nehmen. Blokus (ab 7, 2 bis 4 Personen, 20 bis 30 Minuten) teilt mit Pentago das mentale Rotieren und passt zu gemischten Familienrunden. Besonders geeignet ist es für Vierer-Runden, in denen das Brett eng wird, weniger für Kinder, die das Blockiertwerden persönlich nehmen. Pentago bleibt das kurze Duell zu zweit, gern mit Revanche.

Quellen

Häufige Fragen

Ab welchem Alter eignet sich Pentago?

Pentago ist ab 8 Jahren angegeben. Bereit ist ein Kind, wenn es sich vorstellen kann, wie ein gedrehtes Quadrat aussieht. Wem das noch schwerfällt, darf die Drehung zum Üben kurz ausführen und wieder zurücknehmen.

Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?

Eine Partie dauert etwa 10 bis 15 Minuten. Pentago ist ein Duell für 2 Personen, und gewonnen hat, wer zuerst fünf Kugeln in einer Reihe legt. So bleibt Raum für eine schnelle zweite Runde.

Was kann Pentago fördern?

Mit Pentago lassen sich Logik und Planen sowie Flexibilität üben. Wer am Zug ist, stellt sich ein gedrehtes Quadrat im Kopf vor und prüft, ob eine Reihe entsteht. Jede Drehung verändert die Lage, deshalb ändern sich auch die Pläne ständig.

Ist Pentago nur eine Variante von „Vier gewinnt“?

So sieht es eine Rezension, eine andere lobt die einfachen Regeln. Der Unterschied liegt in der Drehung, die mehr Überblick verlangt: Eine unauffällige Kugel kann nach dem Drehen eine Reihe vollenden.

Förderprofil

Logik & Planen – vorausdenken, Probleme lösen und Strategien anpassen
Flexibilität – zwischen Regeln und Perspektiven umschalten

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