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Quoridor – Produktbild
ab 8 J. · ★ 4,2 · Tipp der Redaktion

Quoridor

Die eigene Figur ans gegenüberliegende Ende bringen und den Gegner mit Wänden ausbremsen – elegante Logik auf dem Labyrinth-Brett.

So spielt es sich

Auf dem Holzbrett mit 9 × 9 Feldern startet jede Figur in der Mitte ihrer Grundlinie; zu zweit hat jede Person zehn Holzwände, zu viert fünf. Wer am Zug ist, bewegt die eigene Figur um ein Feld oder setzt eine Wand, die zwei Felder abdeckt und liegen bleibt. Allen muss immer ein Weg zum Ziel bleiben. Eine direkt davorstehende Figur darf man überspringen. Wer zuerst die gegenüberliegende Seite erreicht, gewinnt.

Was es fördern kann

Jeder Zug stellt dieselbe Frage: laufen oder bremsen? Dafür vergleichen Kinder im Kopf zwei Wege – wie viele Schritte brauche ich, wie viele mein Gegenüber? Das fordert vorausschauendes Planen und räumliches Denken, denn eine einzige Wand kann einen Umweg über mehrere Felder erzwingen. Jede neue Wand verlangt, den Plan anzupassen: kognitive Flexibilität. Und wer die knappen Wände sofort verbraucht, steht später ohne Bremse da – das fordert auch Impulskontrolle.

Vorausschauendes Planen●●●●●
Räumliches Denken●●●●●
Kognitive Flexibilität●●●●●
Stimmen aus der Community: Ausgezeichnet mit dem Mensa Select 1997, dem Grand Prix du Jouet 1997 und den Games Magazine Awards 1998. Gelobt werden die schlichten, fast wortlos erklärbaren Regeln und die Spannung zwischen Laufen und Bauen. Eine Rezension findet das Spiel zu viert weniger gelungen als zu zweit: Das Brett wird schnell eng.
Unser Tipp für Eltern: Vor jeder Wand gemeinsam die Schritte zählen: „Wie lang ist mein Weg, wie lang deiner?“ Zum Einstieg genügen weniger Wände, etwa je fünf – das hält das Labyrinth überschaubar.

Besonders geeignet für

  • Knobelfreudige Kinder ab 8 Jahren
  • Eltern-Kind-Duelle ganz ohne Würfelglück
  • Einstieg ins Strategiespiel mit kurzer Regel

Weniger geeignet für

  • Kinder, die das Ausbremsen persönlich nehmen
  • Wer meist zu viert spielt – das Brett wird eng

Unser Fazit

Quoridor lohnt sich für knobelfreudige Kinder ab acht und für Zweierduelle ohne Zufall. Die Stärke: Die Regeln lassen sich fast ohne Worte erklären, und jeder Zug stellt die Frage, ob man weiterläuft oder dem Gegenüber den Weg verbaut. Grenzen setzen das enge Brett zu viert und Kinder, die sich vom Blockieren schnell gekränkt fühlen.

So gelingt der Einstieg

  • Vor der ersten Partie klären, dass allen immer ein Weg zum Ziel bleiben muss und dass gesetzte Wände liegen bleiben. Wer eine Wand legt, prüft das zuerst.
  • Das Überspringen einer direkt davorstehenden Figur mit einem kurzen Beispiel zeigen.
  • Mit den ersten Partien zu zweit beginnen, bevor es zu viert auf das engere Brett geht.

Im Detail

Varianten und Spielerzahl

Laut Gigamic gehören ein Holzbrett, 20 Holzbarrieren und 4 Holzfiguren zum Spiel, das für 2 bis 4 Personen ab 8 Jahren gedacht ist. Wer keine Barrieren mehr hat, muss laut Spielregel die Figur ziehen. Laut englischer Wikipedia sind die Wände zwei Felder lang und lassen sich nach dem Setzen nicht mehr versetzen. Laut französischer Wikipedia kommt das Spiel ohne Zufallsgenerator aus und bietet vollständige Information.

Was Rezensionen sagen

Laut Gigamic wurde Quoridor mit dem Mensa Select 1997, dem Grand Prix du Jouet 1997 und den Games Magazine Awards 1998 ausgezeichnet. Die englische Wikipedia bestätigt den Mensa Select 1997 und nennt für 1998 den Games Magazine Game of the Year. Laut Verlagsseite mögen Spielende das Holzmaterial und die einfachen Regeln. Tom Franklin schreibt auf Meeple Mountain, Quoridor lasse sich ohne Worte erklären, und jeder Zug sei die Wahl zwischen Figur ziehen und Wand setzen. Nach Franklin kann das eigene Labyrinth unverhofft Teil des gegnerischen werden; zu viert werde das Brett schnell eng, und das Spiel gefalle ihm dort weniger.

Im Vergleich

Azul (ab 8, 2 bis 4 Personen, ca. 30 bis 45 Minuten) teilt mit Quoridor Alter, Spielerzahl und den Förderbereich Logik & Planen, dauert aber länger. Azul liegt Kindern, die Minuspunkte schwer verkraften, weniger. Schach (ab 8, 2 Personen) teilt ebenfalls Alter und Förderbereich und kommt wie Quoridor ohne Würfelglück aus. Schach liegt Runden mit mehr als zwei Personen weniger; Quoridor lässt sich dagegen bis zu viert spielen. Quoridor passt zu knobelfreudigen Kindern ab 8, zu Eltern-Kind-Duellen ganz ohne Würfelglück und zum Einstieg ins Strategiespiel mit kurzer Regel; Kindern, die das Ausbremsen persönlich nehmen, liegt Quoridor weniger.

Quellen

Häufige Fragen

Ab welchem Alter eignet sich Quoridor?

Quoridor ist ab 8 Jahren angegeben. Bereit ist ein Kind, wenn es zwei Wege im Kopf vergleichen kann: Wie viele Schritte braucht es selbst, wie viele das Gegenüber? Wer sich durch eine Wand im eigenen Weg schnell gekränkt fühlt, hat es anfangs schwerer.

Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?

Eine Partie dauert 10 bis 20 Minuten, es spielen 2 bis 4 Personen gegeneinander. Gewonnen hat, wer zuerst die gegenüberliegende Seite erreicht. Ein Zufallsgenerator kommt nicht vor.

Was kann Quoridor fördern?

Quoridor kann Logik und Planen fördern. Eine einzige Wand kann das Gegenüber zu einem langen Umweg zwingen, deshalb lohnt es sich, die begrenzten Wände klug einzusetzen und den Plan nach jeder neuen Wand anzupassen.

Funktioniert Quoridor auch zu viert?

Es geht, doch eine Rezension zieht die Partie zu zweit vor, weil sich zu viert die Figuren rasch im Weg stehen. Zu viert besitzt jede Person fünf Wände, zu zweit zehn.

Förderprofil

Logik & Planen – vorausdenken, Probleme lösen und Strategien anpassen

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