So spielt es sich
Jede Farbe beginnt in ihrer Ecke des Bretts mit 400 Feldern. Alle haben dieselben 21 Tetris-ähnlichen Teile aus einem bis fünf Quadraten. Reihum wird ein Teil gelegt: Es muss ein eigenes an mindestens einer Ecke berühren, nie aber an einer Kante; fremde Farben darf man beliebig berühren. Wer nicht mehr legen kann, setzt aus. Es gewinnt, wem am Ende die wenigsten Quadrate übrig bleiben.
Was es fördern kann
Blokus fordert räumliches Denken und mentale Rotation: Bei jedem Zug wird geprüft, ob ein Teil gedreht oder gespiegelt in eine Lücke passt. Wer sich das noch nicht vorstellen kann, dreht es in der Hand – auch so wird das Abgleichen von Form und Lücke geübt. Dazu kommt Planen über mehrere Züge: eigene Ecken als Anschlussstellen offen halten, große Teile früh legen, kleine für enge Lücken aufheben. Wer die offenen Ecken der anderen erkennt, kann sie zubauen; wird die eigene Wunschecke blockiert, ist kognitive Flexibilität gefragt.
Besonders geeignet für
- Knobelfreudige Kinder ab 7 Jahren
- Gemischte Familienrunden – schnell erklärt
- Vierer-Runden – dann wird das Brett eng
Weniger geeignet für
- Kinder, die Blockiertwerden persönlich nehmen
- Wer eine Geschichte im Spiel sucht
Unser Fazit
Blokus lohnt sich für Kinder ab 7, die Spaß an Denkaufgaben haben, und für gemischte Familienrunden, am besten zu viert. Die Regeln sind in etwa einer Minute erklärt, und 2001 erhielt das Spiel den Super As d’Or. Grenzen: Wer das Blockiertwerden persönlich nimmt, hat wenig Freude, früh Eingeschlossene müssen zusehen, und eine Geschichte erzählt das Spiel nicht.
So gelingt der Einstieg
- Die Anlegeregel zuerst zeigen: Neue Teile werden nur Ecke an Ecke an eigene Teile gelegt, nie Kante an Kante; fremde Farben dürfen beliebig berührt werden.
- Als Faustregel zuerst die großen Fünfer-Teile verbauen und kleine für späte Engpässe aufsparen.
- Zu zweit und zu dritt vorab klären: Zu zweit spielt jede Person zwei Farben, zu dritt teilen sich alle die vierte Farbe.
Im Detail
Varianten und Spielerzahl
Zur Schachtel gehören laut Mattel 84 Teile in vier Farben, je Farbe 21: ein Einer, ein Zweier, zwei Dreier, fünf Vierer und zwölf Fünfer. Für die Partie zu dritt, bei der sich alle die vierte Farbe teilen, fallen die Urteile kritisch aus: Hall9000 lehnt diese Variante mit neutraler Farbe ab, Brettarium empfindet sie als konstruiert, Superfred als eher konstruiert. Zu viert dagegen ist laut Hall9000 „der Spielspaß zuhause“, und Superfred nennt Blokus „geradezu optimal für 4 Spieler“.
Was Rezensionen sagen
Die Jury des Spiels des Jahres, die Blokus 2002 auf die Auswahlliste setzte, nennt die Gestaltung „so genial einfach und klar wie die Regeln“. Der Blog Rezensionen für Millionen hält fest, dass Blokus in einer Minute erklärt ist. Beim Drehen und Spiegeln der Teile sieht er Unterschiede: Manche können es sich vorstellen, andere probieren es aus. Hall9000 hält das Spiel für Gelegenheitsspieler wie für Spielefreaks geeignet und betont, dass es räumliches Denkvermögen fordert. Superfred beobachtet, dass es auch bei Mitspielenden ankommt, die nicht gern abstrakt spielen. Brettarium merkt an, dass früh Blockierte passen und zusehen müssen, und nennt Blokus komplett thematikfrei.
Im Vergleich
Ubongo (ab 8, 1 bis 4 Personen, ca. 25 Minuten) fordert wie Blokus räumliches Denken und mentales Rotieren, dazu Verarbeitungstempo. Zwei Schwierigkeitsstufen gleichen gemischte Runden aus, und allein lässt es sich gegen die Uhr spielen. Kinder, die unter Zeitdruck schnell blockieren, sind dort weniger gut aufgehoben. NMBR 9 (ab 8, 1 bis 4 Personen, ca. 20 Minuten) verbindet räumliches Denken und vorausschauendes Planen mit Kopfrechnen. Alle spielen gleichzeitig, auch allein ist es spielbar, doch Runden, die Interaktion und Gegenspiel suchen, liegt es weniger. Blokus passt schon ab 7 und besonders zu Vierer-Runden, in denen das Brett eng wird.
Quellen
Häufige Fragen
Ab welchem Alter eignet sich Blokus?
Blokus ist ab 7 Jahren angegeben. Ein Kind ist bereit, wenn es Teile in Gedanken oder in der Hand drehen und spiegeln kann, bis sie in eine Lücke passen, und es verkraftet, von anderen eingeengt zu werden.
Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?
Eine Partie dauert 20 bis 30 Minuten. Es spielen 2 bis 4 Personen gegeneinander; zu viert gefällt es Rezensionen am meisten, zu dritt teilen sich alle eine vierte Farbe, was als konstruiert gilt.
Was kann Blokus fördern?
Das Förderprofil nennt Logik und Planen. Bei jedem Zug prüfen Kinder, ob ein Teil nach Drehen oder Spiegeln in eine Lücke passt, und sie planen mehrere Züge voraus, etwa indem sie eigene Anschlussecken offen halten.
Was, wenn ein Kind früh eingeschlossen wird?
Das gehört zum Spiel: Wer nicht mehr legen kann, setzt aus, und wer früh blockiert ist, muss zusehen. Wer sich schnell persönlich angegriffen fühlt, hat daran wenig Freude.



