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Gravity Maze – Produktbild
ab 8 J. · ★ 3,8 · Tipp der Redaktion

Gravity Maze

Türme bauen, damit die Kugel vom Start ins Ziel fällt – 3D-Knobelei mit Murmelbahn-Belohnung.

So spielt es sich

Auf ein Rasterbrett kommen durchsichtige Türme mit inneren Rampen: neun farbige Bautürme und ein roter Zielturm. Jede der 60 Aufgabenkarten in vier Schwierigkeitsstufen gibt Startpunkt, Zielturm und je nach Karte weitere Türme vor und zeigt, welche dazukommen – wohin und wie herum, bleibt offen. Bauregeln setzen Grenzen, etwa höchstens drei Türme übereinander. Dann wird die Metallkugel am Startpunkt eingeworfen: Landet sie im Zielturm, ist die Aufgabe gelöst. Die Lösung steht auf der Rückseite.

Was es fördern kann

Gefordert ist vor allem räumliches Denken: Vor jedem Turm spielt das Kind im Kopf durch, auf welcher Höhe und zu welcher Seite die Kugel ihn verlässt und ob der nächste sie auffängt. Weil offen ist, wie herum ein Turm steht, kommt mentales Rotieren hinzu; lange Wege muss das Arbeitsgedächtnis halten. Die Kugel gibt sofort Rückmeldung: Bleibt sie liegen oder rollt sie daneben, wird die Annahme verworfen und eine neue geprüft.

Räumliches Denken●●●●●
Problemlösen●●●●●
Mentales Rotieren●●●●●
Stimmen aus der Community: Laut Verlag gewann es 2015 in den USA den Toy of the Year Award (Kategorie Specialty). Gelobt werden die gut gestalteten, vielseitig zusammensteckbaren Türme und der Reiz echter statt digitaler Physik. Eine Rezension fand es zugänglicher als Laser Maze aus demselben Haus, weil sich die Kugel nach jedem Turm testen lässt. Die späten Karten werden als knifflig beschrieben.
Unser Tipp für Eltern: Steckt das Kind fest, nicht gleich die Rückseite zeigen: gemeinsam vom Zielturm rückwärts denken oder nur den ersten Turm der Lösung verraten.

Besonders geeignet für

  • Tüftelnde Kinder ab 8, die gern bauen
  • Ruhige Solo-Beschäftigung an Regentagen
  • Kinder, die durch Ausprobieren lernen

Weniger geeignet für

  • Gemeinsame Spielabende – reines Solo-Knobelspiel
  • Kinder, die bei Schwierigkeiten schnell aufgeben

Unser Fazit

Gravity Maze lohnt sich für Kinder ab 8 mit Lust am Bauen und Selbstausprobieren, und für ruhige Stunden allein. Die Türme sind gut gemacht, echte Physik reizt mehr als ein Bildschirm, und die Kugel zeigt nach jedem Turm, ob der Plan aufgeht. Grenzen setzen der reine Solocharakter und die kniffligen späten Karten, an denen Kinder aufgeben können.

So gelingt der Einstieg

  • Mit den Karten der Anfängerstufe beginnen und erst nach und nach zu den höheren Stufen weitergehen.
  • Beachten, dass alle gezeigten Türme verbaut werden müssen und höchstens drei Türme übereinander stehen dürfen.

Im Detail

Varianten und Spielerzahl

Gravity Maze ist laut Ravensburger-Produktseite ein Logikspiel für eine Person ab 8 Jahren; ThinkFun gehört laut der englischen Wikipedia seit 2017 zu Ravensburger. Zur Ausgabe von Ravensburger gehören 60 Aufgabenkarten mit Lösungen in vier Schwierigkeitsstufen, ein roter Zielturm, neun farbige Bautürme, drei Kugeln und ein Spielbrett. Laut der offiziellen ThinkFun-Anleitung müssen alle vorgegebenen Türme verbaut werden; vorgegeben ist nur, ob ein Turm senkrecht oder waagrecht steht, nicht Ort und Ausrichtung. Zu den Bauregeln zählen höchstens drei Türme übereinander, zwei Stützen für waagrechte Türme und eine Kugel, die nie mehr als eine Ebene fällt. Auf der Rückseite der Karten steht die Lösung mit dem Weg der Kugel; manche Aufgaben haben mehrere Lösungen.

Was Rezensionen sagen

Laut ThinkFun-Produktseite trägt Gravity Maze die Auszeichnung „Toy of the Year Winner, Specialty Category“ (TOTY 2015). GeekDad (2014) findet die Türme gut gestaltet; sie ließen sich in verschiedenen Ausrichtungen ins Brett und ineinander stecken. Echte Physik sei reizvoller als am iPad, und die Aufgaben würden ziemlich knifflig. Eine GeekDad-Besprechung von 2017 (Sophie Brown) hält Laser Maze für deutlich schwieriger als Gravity Maze. Bei Gravity Maze könne man Schritt für Schritt Teile einbauen und die Kugel durchlaufen lassen.

Im Vergleich

Laser Maze (ab 8, allein, Dauer flexibel) fordert wie Gravity Maze räumliches Denken; sein Profil umfasst außerdem logisches Schließen und Arbeitsgedächtnis, und dort lenken Spiegel einen Strahl statt einer Kugel. Beide sind Solo-Knobelspiele und weniger für gesellige Runden gedacht. Cat Crimes (ab 8, allein, Dauer flexibel) teilt mit Gravity Maze den Förderbereich Logik und Planen; es setzt auf Hinweise, die gelesen und kombiniert werden, und passt zu Kindern, die gern knobeln und sicher lesen. Gravity Maze passt dagegen zu tüftelnden Kindern, die gern bauen und durch Ausprobieren lernen.

Quellen

Häufige Fragen

Ab welchem Alter eignet sich Gravity Maze?

Gravity Maze ist ab 8 Jahren angegeben. Bereit ist ein Kind, das gern baut, ausprobiert und nach einem Fehlversuch weitermacht. Wer bei Schwierigkeiten schnell aufgibt, braucht Begleitung; die Lösung steht auf der Kartenrückseite.

Wie lange dauert das Spiel und wie viele können mitspielen?

Gravity Maze ist ein Spiel für 1 Person, und die Dauer ist flexibel: Jede der 60 Aufgabenkarten wird einzeln gelöst, verteilt auf vier Schwierigkeitsstufen. Für gemeinsame Spielabende ist es nicht gedacht.

Was kann Gravity Maze fördern?

Im Mittelpunkt stehen Logik und Planen, insbesondere das räumliche Denken. Nach jedem Turm wird überlegt, wohin die Kugel rollt und ob der folgende sie aufnimmt; da die Ausrichtung der Türme frei wählbar ist, wird zudem im Kopf gedreht.

Was, wenn eine Aufgabe zu schwer ist?

Bevor die Lösung auf der Kartenrückseite nachgeschlagen wird, hilft es, die Kugel nach jedem eingebauten Turm durchlaufen zu lassen. So zeigt sich Schritt für Schritt, wo der Weg abbricht.

Förderprofil

Logik & Planen – vorausdenken, Probleme lösen und Strategien anpassen

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