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Dr. Microbe – Produktbild
ab 8 J. · ★ 3,7

Dr. Microbe

Im Tempo Mikroben mit der Pinzette einsetzen und herleiten, was die Aufgabenkarte nicht zeigt – Logik, Geschick, Auge und Schnelligkeit in einem.

So spielt es sich

Alle spielen gleichzeitig, jede Person mit Petrischale (ein großes, drei kleine Fächer) und Pinzette; die Mikroben liegen in der Mitte. Die Aufgabenkarte gibt einen Teil vor, für die leeren Fächer gilt: Die Mikrobe im großen Fach weicht in Farbe und Form von den kleinen ab, diese haben drei verschiedene Formen, zwei dieselbe Farbe. Angefasst wird nur mit der Pinzette. Wer fertig ist, ruft und lässt prüfen; stimmt alles, gibt es die Karte. Fünf Karten gewinnen.

Was es fördern kann

Gefragt ist logisches Schließen unter Zeitdruck: Aus Karte und Regeln ableiten, welche Mikroben fehlen, und Farbe und Form zugleich im Kopf behalten – das fordert das Arbeitsgedächtnis. Manchmal passen mehrere Lösungen; man darf die wählen, die am schnellsten geht. Dazu kommen Feinmotorik mit der Pinzette im Gedränge und visuelles Suchen. Wer zu Unrecht ruft, scheidet für die Runde aus; vorher kurz gegenzuprüfen ist eine milde Übung in Impulskontrolle.

Logisches Schließen●●●●●
Feinmotorik & Handruhe●●●●●
Visuelles Suchen●●●●●
Stimmen aus der Community: Wie Dr. Eureka gehört das Spiel zur „Dr.“-Reihe von Blue Orange; die deutsche Ausgabe erschien 2017 bei Pegasus. Gelobt werden die rasch erklärte Regel, das einladende Material und das hektische Pinzettengerangel zu dritt oder viert. Kritisch: Die einfache Regel bleibt knifflig, der Erste liegt nicht selten falsch, ungleiches Niveau frustriert.
Unser Tipp für Eltern: Erst ohne Wettlauf spielen: Karte aufdecken, gemeinsam die fehlenden Mikroben herleiten, jede Wahl begründen lassen. Tempo und Virus-Variante erst, wenn die Regel sitzt.

Besonders geeignet für

  • Knobelfreudige Schulkinder mit ruhiger Hand
  • Gleich starke Runden, etwa am Kindergeburtstag
  • Familien, denen Dr. Eureka gefallen hat

Weniger geeignet für

  • Runden mit sehr unterschiedlich geübten Spielenden
  • Kinder, die Farbe und Form noch nicht zugleich beachten

Unser Fazit

Dr. Microbe lohnt sich für knobelfreudige Kinder ab 8 mit ruhiger Hand und für ausgeglichene Runden, etwa bei einer Geburtstagsfeier: Das Material lädt zum Anfassen ein, und die Regel ist rasch erklärt. Die Grenze liegt beim Niveau: Trotz schlichter Regel verlangen die Aufgaben Köpfchen, wer zuerst ruft, liegt nicht selten falsch, und unterschiedlich Geübte werden schnell frustriert.

So gelingt der Einstieg

  • Vor dem Rufen Farbe und Form jeder Mikrobe noch einmal prüfen, denn zu Unrecht gerufen heißt Ausscheiden für die Runde.
  • Möglichst Mitspielende mit ähnlicher Übung zusammensetzen, weil ungleiche Runden schnell frustrieren.

Im Detail

Varianten und Spielerzahl

Laut dem Regelheft der deutschen Pegasus-Ausgabe (2017) ist Dr. Microbe ein Geschicklichkeitsspiel für 2 bis 4 Personen ab 8 Jahren mit 48 Mikroben und 1 Supervirus, 54 Forschungsaufträgen, 4 Pinzetten sowie 4 kleinen und 1 großen Petrischale. Alle spielen gleichzeitig: Man setzt die abgebildeten Mikroben nach Form und Farbe ein und füllt die leeren Bereiche nach den Forschungsregeln. Das große Fach erhält eine andere Farbe und Form als die drei kleinen; in diesen liegen nur verschiedene Formen, zwei davon in gleicher Farbe. Wer zu Unrecht ruft, scheidet nach der Kontrolle aus der Runde aus; Ziel ist, 5 Forschungsaufträge zu gewinnen. Die Mikroben darf man nur mit der Pinzette berühren. Laut Blue Orange kann es mehr als eine richtige Lösung geben. Laut Cliquenabend erschien das Spiel 2017 bei Blue Orange Games und Pegasus Spiele und ist das dritte der „Dr“-Reihe; das erste war Dr. Eureka.

Was Rezensionen sagen

Reich der Spiele lobt, dass Dr. Microbe schnell erklärt ist, nennt die Pinzettenkämpfe, einen hohen Spaßfaktor und die Eignung für Kindergeburtstage und sieht es am besten zu dritt oder viert. Als Kritik nennt Reich der Spiele, es sei schwer zu meistern, der Erste liege nicht selten falsch und es frustriere bei unterschiedlichem Niveau. H@LL9000 (2018) beschreibt das Material mit den weichen Gummimikroben als sehr einladend und das Spiel als Hektikspiel. Eine Spielerstimme auf Ludovox sieht dasselbe Prinzip wie bei Dr. Eureka und Dr. Beaker und eher ein Geschicklichkeitsspiel.

Im Vergleich

Dr. Eureka (ab 6, 2 bis 4 Personen, ca. 15 Minuten) hat dieselbe Personenzahl und Dauer wie Dr. Microbe und deckt Logik und Planen sowie Feinmotorik ab, nicht aber Wahrnehmung und Tempo. Make ’n’ Break (ab 8, 2 bis 4 Personen, ca. 30 Minuten) hat dasselbe Mindestalter und dieselben drei Bereiche wie Dr. Microbe (ab 8, 2 bis 4 Personen, ca. 15 Minuten), dauert aber länger.

Quellen

Häufige Fragen

Ab welchem Alter eignet sich Dr. Microbe?

Dr. Microbe ist ab 8 Jahren angegeben. Bereit ist ein Kind, das Farbe und Form gleichzeitig im Blick behält und mit der Pinzette ruhig bleibt. Fällt das noch schwer, passt das Spiel noch nicht gut, ebenso in Runden mit sehr verschiedenem Können.

Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?

Eine Partie dauert etwa 15 Minuten, und es spielen 2 bis 4 Personen gleichzeitig gegeneinander. Wer fertig ist, ruft und lässt prüfen; fünf gewonnene Karten entscheiden. Besonders hektisch geht es zu dritt oder viert zu; eine Rezension hält das für die beste Besetzung.

Was kann Dr. Microbe fördern?

Das Spiel kann Logik und Planen, Feinmotorik sowie Wahrnehmung und Tempo fördern. Aus der unvollständigen Karte und den Forschungsregeln sind die fehlenden Mikroben herzuleiten, und die Pinzette verlangt im Gedränge eine ruhige Hand.

Gibt es immer nur eine richtige Lösung?

Nicht unbedingt: Laut offizieller Regel kann es mehr als eine richtige Lösung geben. Ein falscher Ruf bedeutet das Ausscheiden aus der Runde, deshalb lohnt sich ein kurzer Kontrollblick.

Förderprofil

Logik & Planen – vorausdenken, Probleme lösen und Strategien anpassen
Feinmotorik – ruhige Hand, Kraftdosierung und Geschick
Wahrnehmung & Tempo – schnell erfassen und auch unter Zeitdruck genau bleiben

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