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No Thanks! – Produktbild
ab 8 J. · ★ 4,2

No Thanks!

Karte nehmen oder mit einem Chip weiterreichen? Möglichst niedrig bleiben – ein minimalistisches Zock-Spiel mit erstaunlicher Tiefe.

So spielt es sich

Neun der 33 Zahlenkarten (3 bis 35) werden unbesehen aussortiert, die übrigen 24 bilden den Stapel. Alle starten mit einem geheimen Chip-Vorrat. Wer am Zug ist, nimmt die aufgedeckte Karte samt allen Chips darauf oder legt einen Chip dazu und gibt weiter; ohne Chips muss man nehmen. Am Ende zählt jede Karte ihre Zahl als Minuspunkte, eine lückenlose Zahlenkette nur die niedrigste; jeder Chip bringt einen Pluspunkt. Die wenigsten Minuspunkte gewinnen.

Was es fördern kann

Kern ist die Risikoabwägung: Soll ich die 26 mit fünf Chips darauf schon nehmen, oder lehne ich nochmals ab – und reicht mein Vorrat? Da neun Karten fehlen und die Vorräte geheim sind, bleibt vieles Schätzung. Impulskontrolle ist beim Haushalten mit den Chips gefragt: Wer reflexartig „Nein danke“ sagt, steht bald ohne Chips da; wer die 15 zur eigenen 16 kreisen lässt, riskiert, dass jemand zugreift. Dazu kommt einfaches Kopfrechnen.

Risikoabwägung●●●●●
Impulskontrolle●●●●●
Kopfrechnen●●●●●
Stimmen aus der Community: Thorsten Gimmlers Spiel erschien 2004 als „Geschenkt … ist noch zu teuer!“, stand 2005 auf der Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres und war 2006 für den As d’Or nominiert. Rezensionen loben schnell erklärte Regeln, Spaß- und Ärgerfaktor und Wiederspielreiz; manchen ist der Glücksanteil zu hoch. Die beiliegenden Sonderkarten finden einige bereichernd, andere überflüssig.
Unser Tipp für Eltern: Die 22 Sonderkarten erst nach einigen Partien dazunehmen. Laut vorrechnen hilft: Die 26 mit neun Chips darauf kostet unter dem Strich nur 17 Minuspunkte.

Besonders geeignet für

  • Kinder ab 8, sicher im Zahlenraum bis 35
  • Familienrunden bis zu sieben Personen
  • Kurze Partien zwischendurch

Weniger geeignet für

  • Kinder, die sich über weggeschnappte Karten ärgern
  • Wer schon eine frühere Ausgabe besitzt

Unser Fazit

No Thanks! lohnt sich für Familienrunden ab drei Personen, mit Kindern ab 8, die im Zahlenraum bis 35 sicher sind: Die Regeln sind schnell erklärt, die Partien kurz, und zwischen Spaß und Ärger bleibt der Wunsch nach einer weiteren Runde. Die Erstausgabe „Geschenkt … ist noch zu teuer!“ wurde 2005 vom Spiel des Jahres empfohlen. Grenzen sind der Glücksanteil und Ärger über weggeschnappte Karten.

So gelingt der Einstieg

  • Beim Erklären an einem Beispiel zeigen, dass in einer lückenlosen Zahlenkette nur die niedrigste Karte Minuspunkte bringt.
  • Früh erwähnen, dass man ohne Chips nehmen muss; wer jedes Mal sofort ablehnt, steht schnell ohne Vorrat da.

Im Detail

Varianten und Spielerzahl

Laut der Amigo-Spielregel von 2024 stammt No Thanks! von Thorsten Gimmler und ist für 3 bis 7 Personen ab 8 Jahren gedacht, Dauer rund 20 Minuten. Von den 33 Zahlenkarten (3 bis 35) kommen neun unbesehen zur Seite, 24 bilden den Stapel; dazu gehören 55 Spielsteine, und der Vorrat bleibt geheim. In der Wertung zählt bei Zahlenketten nur der niedrigste Wert, die Steine geben Pluspunkte, und wer die wenigsten Minuspunkte hat, gewinnt. Als Erweiterung für Spielerfahrene liegen laut Regel 22 Sonderkarten (6 pink, 16 grün) bei.

Was Rezensionen sagen

Unter dem Titel Geschenkt … ist noch zu teuer! stand das Spiel laut Spiel des Jahres 2005 auf der Empfehlungsliste; laut Wikipedia war es 2006 für den As d’Or nominiert. Reich der Spiele nennt No Thanks! in einer Rezension von 2025 schnell erklärt und hebt den Wiederspielreiz hervor; die Sonderkarten hätten alle Mitspielenden als unnötig empfunden, niemand habe sie schlecht gefunden. Opinionated Gamers bespricht die Ausgabe von 2024: Dale Yu findet das Spiel mit den Sonderkarten spannender, Mark Jackson findet, sie verwässerten das clevere Grundspiel. Laut Wikipedia nennen Rezensionen die Regeln schnell erklärt und den Spaß- und Ärgerfaktor hoch; einigen sei der Glücksanteil zu hoch.

Im Vergleich

Port Royal (ab 8, 2 bis 5 Personen, ca. 20 bis 50 Minuten) teilt mit No Thanks! das Alter und die Förderbereiche Impulskontrolle sowie Logik und Planen und fordert wie dieses Risikoabwägung und Impulskontrolle; No Thanks! hat zusätzlich den Förderbereich Zahlen und Rechnen. The Mind (ab 8, 2 bis 4 Personen, ca. 15 bis 20 Minuten) teilt mit No Thanks! das Alter und den Förderbereich Impulskontrolle, hat aber zusätzlich Miteinander und passt zu Familien, die lieber miteinander als gegeneinander spielen. No Thanks! passt zu Kindern ab 8 und zu Familienrunden bis zu sieben Personen; Kindern, die sich über weggeschnappte Karten ärgern, liegt es weniger.

Quellen

Häufige Fragen

Ab welchem Alter eignet sich No Thanks!?

No Thanks! ist ab 8 Jahren angegeben. Bereit sind Kinder, die im Zahlenraum bis 35 sicher sind und mit den Chips haushalten, ohne jedes Mal reflexartig abzulehnen; wer sich über weggeschnappte Karten ärgert, hat weniger Freude.

Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?

Eine Partie dauert etwa 20 Minuten. Es spielen 3 bis 7 Personen gegeneinander, und die wenigsten Minuspunkte gewinnen. Für zwei Personen ist das Spiel nicht vorgesehen.

Was kann No Thanks! fördern?

Das Spiel kann Impulskontrolle, Logik und Planen sowie Zahlen und Rechnen fördern. Zum Beispiel wird abgewogen, ob sich eine hohe Karte mit vielen Chips schon lohnt, und die Minuspunkte werden am Ende im Kopf addiert.

Braucht man bei No Thanks! die Sonderkarten?

Nein, das Grundspiel funktioniert ohne sie; die 22 Sonderkarten sind als Erweiterung für Spielerfahrene gedacht. Rezensionen sind geteilt: Die einen finden sie bereichernd, andere unnötig.

Förderprofil

Impulskontrolle – abwarten können, genau hinschauen und im richtigen Moment reagieren
Logik & Planen – vorausdenken, Probleme lösen und Strategien anpassen
Zahlen & Rechnen – Mengen erfassen, zählen und im Kopf rechnen

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