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Memoarrr! – Produktbild
ab 8 J. · ★ 4,2 · Tipp der Redaktion

Memoarrr!

Memory für Fortgeschrittene: Nur passende Karten dürfen aufgedeckt werden – wer patzt, fliegt raus.

So spielt es sich

25 Ortskarten – fünf Tiere in fünf Landschaften – liegen verdeckt im 5×5-Raster; die mittlere kommt ungesehen aus dem Spiel. Anfangs sieht jeder heimlich die drei mittleren Karten seiner Seite. Reihum wird aufgedeckt; jede Karte nach der ersten muss zur vorigen passen – gleiches Tier oder gleiche Landschaft. Wer danebenliegt, scheidet für die Runde aus; wer übrig bleibt, erhält einen Schatz. Dann wird alles umgedreht, ohne etwas zu verschieben. Nach sieben Runden gewinnt, wer die meisten Rubine hat.

Was es fördern kann

Gefordert ist vor allem das Verknüpfen von Bild und Ort: Wo lag die Krabbe, und in welcher Landschaft? Da die Karten liegen bleiben, wächst dieses Wissen von Runde zu Runde – sofern man auch fremde Züge verfolgt. Im Zug gleicht man die offene Karte mit dem stets aktualisierten inneren Lageplan ab – Arbeit fürs Arbeitsgedächtnis. Mal passt das Tier, mal die Landschaft: Dieser Wechsel fordert kognitive Flexibilität. Taktisch überlegt man, welche Karte dem Nächsten wenig sichere Optionen lässt.

Visuelles Einprägen●●●●●
Arbeitsgedächtnis●●●●●
Kognitive Flexibilität●●●●●
Stimmen aus der Community: Deutscher Kinderspielepreis 2018 und Empfehlungsliste Spiel des Jahres 2018. Rezensionen loben die einfachen Grundregeln und dass das feste Raster das Spiel von Runde zu Runde taktischer macht; auch Erwachsenenrunden gefällt es. Kritisiert werden der Zufall zu Beginn, frühes Ausscheiden und die recht lange Anleitung.
Unser Tipp für Eltern: Ausgeschiedene sollten weiter mitschauen: Jede aufgedeckte Karte bleibt liegen und hilft in der nächsten Runde. Tierfähigkeiten (Expertenregel) erst einführen, wenn das Grundspiel sitzt.

Besonders geeignet für

  • Familien, denen Memory zu eintönig ist
  • Gemeinsame Runden von Kindern und Erwachsenen
  • Kurze Partien zwischendurch

Weniger geeignet für

  • Kinder, die frühes Ausscheiden schwer verkraften
  • Vielspielerrunden, die anspruchsvolle Taktik suchen

Unser Fazit

Memoarrr! lohnt sich für Familien, die klassisches Memory langweilig finden, und für gemischte Runden ab 8: Die Grundregeln sind einfach, und das feste Raster macht die Partie mit der Zeit taktischer. 2018 gab es den Deutschen Kinderspielepreis und einen Platz auf der Empfehlungsliste Spiel des Jahres. Grenzen sind der anfängliche Zufall, ein frühes Aus für manche und eine recht lange Anleitung.

So gelingt der Einstieg

  • Zum Einstieg die Passregel am Beispiel zeigen: Die erste Karte jeder Runde gelingt immer, danach muss Tier oder Landschaft zur zuletzt aufgedeckten Karte stimmen.
  • Nach jeder Runde die Karten umdrehen, ohne sie zu verschieben, sonst geht das gesammelte Wissen verloren.

Im Detail

Varianten und Spielerzahl

Beim Alter gehen die Angaben auseinander: Die Jury Spiel des Jahres nennt ab 8 Jahren und vermerkt, dass der Verlag ab der zweiten Auflage 6 Jahre angibt. Die Verlagsseite von Edition Spielwiese nennt ab 8 Jahren und 10 bis 20 Minuten, die Jury etwa 20 Minuten. Die Tiere auf den 25 Ortskarten sind Pinguin, Oktopus, Walross, Krabbe und Schildkröte, die Schatzkarten tragen 1 bis 4 Rubine. Die Expertenregel ergänzt Tieraktionen, die man nur nach einem erfolgreichen Zug nutzen darf.

Was Rezensionen sagen

Den Deutschen Kinderspielepreis 2018 erhielt das Spiel von Carlo Bortolini, erschienen bei Edition Spielwiese und Pegasus Spiele. Ludovox schreibt, Memoarrr! erneuere das Memory durch das Verketten der Karten. Board Game Quest lobt die einfachen Regeln und dass das feste Raster die Partie im Verlauf strategischer macht. Mit Kindern funktioniere es gut, insgesamt sei es eher ein Familien- als ein Vielspielerspiel. Das Brettspiele-Magazin hält die Grundregeln für sehr einfach und das Spiel auch für Erwachsenenrunden geeignet. Kritisch sieht es die für ein Memory unerwartet lange Anleitung, den spürbaren Zufall zu Beginn und das frühe Ausscheiden.

Im Vergleich

That’s not a hat (ab 8, 3 bis 8 Personen, ca. 10 Minuten) fordert wie Memoarrr! vor allem das Gedächtnis. Es passt zu Kindern, die Merkspiele lieben und gern ein Pokerface aufsetzen, und taugt als kurzer Auftakt. Wem Fehler vor anderen peinlich sind, dem liegt es weniger. Leo muss zum Friseur (ab 6, 2 bis 5 Personen, ca. 30 Minuten) verlangt ebenfalls visuelles Einprägen, wird aber im Team gespielt. Es passt zu Familien, die lieber miteinander spielen, weniger zu allen, die viel Zufall stört. Für zwei bis vier Personen, denen Memory zu eintönig ist, bleibt Memoarrr! die naheliegende Wahl.

Quellen

Häufige Fragen

Ab welchem Alter eignet sich Memoarrr!?

Memoarrr! ist ab 8 Jahren angegeben. Bereit sind Kinder, die sich Orte merken und nach Fehlversuchen weiterspielen können; wer frühes Ausscheiden schwer verkraftet, hat weniger Freude. Die Regeln sitzen laut einer Rezension nach etwa einer Runde.

Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?

Eine Partie dauert etwa 15 Minuten. Es spielen 2 bis 4 Personen gegeneinander über sieben Runden; gewonnen hat, wer am Ende die meisten Rubine besitzt.

Was kann Memoarrr! fördern?

Das Spiel kann das Gedächtnis fördern. Da die Karten an ihrem Platz bleiben, wächst das Wissen, wo welches Tier in welcher Landschaft lag, von Runde zu Runde; im Zug wird jede Karte mit diesem inneren Plan abgeglichen.

Ist Memoarrr! auch für Erwachsene spannend?

Ja, Rezensionen nennen es auch für Erwachsenenrunden geeignet, weil das feste Raster die Partie zunehmend taktisch macht. Vielspieler, die anspruchsvolle Taktik suchen, sind allerdings weniger gut bedient.

Förderprofil

Gedächtnis – merken, aktualisieren und gezielt erinnern

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