schlau-spielen.de
Istanbul – Produktbild
ab 10 J. · ★ 3,8

Istanbul

Mit dem Gehilfen-Tross über den Basar ziehen, Waren handeln und Rubine sammeln – ein flott zugängliches Optimierspiel mit vielen Wegen.

So spielt es sich

Sechzehn Ortsplättchen bilden den Basar als 4×4-Raster. Wer dran ist, zieht seinen Stapel aus Kaufmann und vier Gehilfen ein oder zwei Orte weiter und lässt dort einen Gehilfen zurück oder holt den eigenen ab – nur dann gilt die Aktion: Waren laden, verkaufen, Handkarren ausbauen. Am Brunnen kehren alle Gehilfen zurück. Lira und Waren werden im Sultanspalast oder beim Edelsteinhändler zu Rubinen. Wer fünf hat (zu zweit sechs), löst das Spielende aus; nach der laufenden Runde gewinnt, wer die meisten Rubine hat.

Was es fördern kann

Istanbul fordert vorausschauendes Planen in Zugketten: Wer Waren lädt, muss wissen, wo er sie zu Lira oder Rubinen macht – und ob bis dahin noch Gehilfen übrig sind, sonst endet der Zug ohne Aktion. Jede Runde ist ein neues Optimierungsrätsel. Pläne müssen beweglich bleiben: Besetzte Orte kosten Lira, und Gouverneur und Schmuggler springen nach jedem Einsatz an einen ausgewürfelten Ort.

Vorausschauendes Planen●●●●●
Problemlösen●●●●●
Kognitive Flexibilität●●●●●
Stimmen aus der Community: Kennerspiel des Jahres 2014, Swiss Gamers Award 2014 und Platz 2 beim Deutschen Spiele Preis 2014. Die Jury lobte Basar-Stimmung und originellen Zugmechanismus. Rezensionen schätzen die kurze Grundregel; kritisiert werden der Erklärbedarf der 16 Orte, wenig Interaktion zu zweit und Würfelglück.
Unser Tipp für Eltern: Starten Sie mit der Aufstellung, die die Spielregel empfiehlt: kurze Wege, kürzere Partie. Gehen Sie die Orte vorab gemeinsam durch. Hilfreiche Frage vor jedem Zug: Wo hole ich meine Gehilfen wieder ab?

Besonders geeignet für

  • Kinder ab 10, die gern effizient tüfteln
  • Familien mit Spielerfahrung, die Kniffligeres suchen
  • Runden ab drei Personen, die den Wettlauf mögen

Weniger geeignet für

  • Partien zu zweit, wenn Interaktion zählt
  • Kinder, die lieber spontan als geplant spielen

Unser Fazit

Istanbul lohnt sich für Familien mit Spielerfahrung und Kinder ab 10, denen effizientes Planen Freude macht, besonders in Runden ab drei Personen. 2014 wurde es Kennerspiel des Jahres, die Jury hob das Basar-Treiben und den ungewöhnlichen Zugmechanismus hervor. Grenzen sind die nötige Erklärung der 16 Orte in der ersten Partie, die geringe Interaktion zu zweit und das Würfelglück.

So gelingt der Einstieg

  • Das Prinzip der Gehilfen in einem Satz zeigen: Der Stapel zieht ein oder zwei Orte weiter, lässt dort einen Gehilfen zurück oder holt den eigenen ab, und nur dann gilt die Aktion.
  • Den Brunnen früh zeigen: Dort kehren alle Gehilfen zurück, und ein von Fremden besetztes Feld kostet dort keine Lira.
  • Pläne beweglich halten: Nach jedem Einsatz wird neu ausgewürfelt, wohin Gouverneur und Schmuggler ziehen.

Im Detail

Varianten und Spielerzahl

Laut spielregeln.de bilden 16 Ortsplättchen den Plan, empfohlen wird die Anordnung im 4×4-Raster. Der Brettspiele-Report nennt drei vorgegebene Aufbauten; bei passender Auslage sind die Wege kürzer. Reich der Spiele erwähnt eine empfohlene Startaufstellung mit kurzen Wegen und anspruchsvollere Konstellationen mit weiteren Wegen. Laut Wikipedia ist das Spielende erreicht, sobald jemand 5 Rubine hat, zu zweit 6; die laufende Runde wird noch zu Ende gespielt. Bei Gleichstand zählen laut Brettspiele-Report Lira, Waren und Bonuskarten.

Was Rezensionen sagen

Laut Wikipedia wurde Istanbul 2014 Kennerspiel des Jahres, erreichte beim Deutschen Spiele Preis 2014 Platz 2 hinter Russian Railroads und gewann den Swiss Gamers Award 2014. Die Jurybegründung des Vereins Spiel des Jahres nennt Istanbul ein flottes Strategiespiel mit Basar-Treiben und lobt den Turm aus Händler- und Gehilfenscheiben als originellen Zugmechanismus. Der Brettspiele-Report nennt das Material wertig und weist auf Würfelglück bei 2 Orten und wenig Interaktion zu zweit hin. Reich der Spiele bewertet Material und Regel als gut und nennt die Grundregel kurz, merkt aber an, dass die 16 Orte in der ersten Partie erklärt werden müssen. Die Rezension nennt zudem tote Züge ohne Aktion, geringe Interaktion und Würfelglück; Familien sollten Spielerfahrung mitbringen.

Im Vergleich

Wie Istanbul (ab 10, 2 bis 5 Personen, ca. 40 bis 60 Minuten) gehören Imhotep (ab 10, 2 bis 4 Personen, ca. 40 Minuten) und Carpe Diem (ab 10, 2 bis 4 Personen, ca. 45 bis 75 Minuten) im Katalog zum Bereich „Logik & Planen“. Imhotep hat zusätzlich den Bereich „Flexibilität“; der Katalog beschreibt es als taktisches Liefern mit ständigem Gegeneinander. Carpe Diem ist laut Katalog ein kompaktes Optimierspiel, in dem man Plättchen wählt und ein römisches Anwesen bebaut. Istanbul spielt man mit bis zu 5 Personen, die beiden anderen mit bis zu 4.

Quellen

Häufige Fragen

Ab welchem Alter eignet sich Istanbul?

Istanbul ist ab 10 Jahren angegeben. Bereit ist ein Kind, wenn es Züge über mehrere Schritte plant und einen Zug ohne Aktion verschmerzt. Wer lieber spontan spielt, hat weniger Freude. Rezensionen setzen zudem etwas Spielerfahrung der Familie voraus.

Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?

Eine Partie dauert etwa 40 bis 60 Minuten. Es spielen 2 bis 5 Personen gegeneinander im Wettlauf um Rubine: Wer fünf hat (zu zweit sechs), löst das Spielende aus, und nach der laufenden Runde gewinnt, wer die meisten besitzt.

Was kann Istanbul fördern?

Im Zentrum stehen Logik und Planen. Beim Laden von Waren muss feststehen, wo daraus Lira oder Rubine werden und ob dann noch Gehilfen bereitstehen. Jede Runde stellt eine neue Optimierungsaufgabe, und die Pläne dürfen nicht starr sein.

Ist Istanbul schwer zu erklären?

Die Grundregel ist kurz. Aufwendig sind die 16 Orte, die in der ersten Partie erklärt werden müssen. Hilfreich ist die in der Regel empfohlene Startaufstellung mit kurzen Wegen.

Förderprofil

Logik & Planen – vorausdenken, Probleme lösen und Strategien anpassen

Ähnliche Spiele

← Zurück zur Übersicht