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My City – Produktbild
ab 10 J. · ★ 3,8

My City

Über mehrere Partien hinweg eine Stadt mit Tetris-Teilen bebauen, die sich dauerhaft verändert – zugänglicher Legacy-Aufbau für die Familie.

So spielt es sich

Alle haben einen eigenen Spielplan mit Fluss, Gebirge und Wald und dieselben 24 Gebäude in verschiedenen Formen und drei Farben. Eine aufgedeckte Karte zeigt das Gebäude, das alle gleichzeitig legen: das erste an den Fluss, jedes weitere angrenzend. Anfangs bringen freie Bäume Punkte, sichtbare Steine, leere Felder und Passen kosten welche. Die Bestplatzierten malen Fortschritte aus; Umschläge mit neuen Regeln und Stickern verändern den Plan dauerhaft. Nach 24 Partien gewinnt, wer die meisten Fortschritte hat.

Was es fördern kann

Gefordert ist vor allem räumliches Denken: Jedes Gebäude muss zwischen Fluss, Bäumen und Gebautem so eingepasst werden, dass keine Lücken bleiben, die später nichts mehr füllt. Da die übrigen Gebäude offen daliegen, lässt sich vorausplanen, doch der Kartenzufall bestimmt die Reihenfolge. Kognitive Flexibilität fordert der Legacy-Aufbau: Mit Regeln und Wertung verschiebt sich die beste Strategie. Bei unpassenden Teilen heißt es abwägen: Baum zubauen, passen oder die Partie beenden?

Räumliches Denken●●●●●
Vorausschauendes Planen●●●●●
Kognitive Flexibilität●●●●●
Stimmen aus der Community: Nominiert zum Spiel des Jahres 2020; in Italien 2021 als Gioco dell’Anno ausgezeichnet. Die Jury lobte den zugänglichen Kern und die sanft steigende Schwierigkeit, Rezensionen den schnellen Einstieg; mehrfach als Legacy-Einstieg empfohlen. Kritik: Die Kampagne lässt sich nur einmal spielen (danach bleibt die Rückseite als Dauerspiel), das Kartenglück wiegt schwer.
Unser Tipp für Eltern: Ein Kapitel am Stück spielen (drei Partien, rund 90 Minuten), Stift bereithalten. Kinder vorwarnen: Wer gewinnt, klebt anfangs Stein-Sticker auf; das gleicht Vorsprünge aus.

Besonders geeignet für

  • Kinder ab 10, die gern Formen puzzeln
  • Feste Runden, die eine Geschichte erleben wollen
  • Legacy-Einsteiger: Regeln wachsen schrittweise

Weniger geeignet für

  • Wechselnde Runden: Die Kampagne lebt von festen Gruppen
  • Kinder, die Kartenpech schlecht verkraften

Unser Fazit

My City lohnt sich für feste Familien- und Freundesrunden ab 10 Jahren, die als Einstieg in ein Legacy-Spiel eine Geschichte über 24 kurze Partien erleben wollen: Die Regeln wachsen schrittweise, und die Schwierigkeit steigt sanft. 2020 war es für das Spiel des Jahres nominiert. Grenzen sind das Kartenglück und eine Kampagne, die sich nur einmal spielen lässt.

So gelingt der Einstieg

  • Zu Beginn sind nur wenige Wertungen zu merken: Freie Bäume zählen plus 1, dagegen führen Steine, ungenutzte Felder und Passen zu Abzügen.
  • Passt kein Teil mehr, darf man die Partie für sich ohne Abzug beenden; Passen dagegen kostet einen Punkt.

Im Detail

Varianten und Spielerzahl

Laut Kosmos gehören 4 beidseitig verwendbare Spielpläne, 96 Legeteile, 24 Spielkarten und 8 verschlossene Umschläge dazu. Es sind 24 Spiele in 8 Kapiteln zu je 3; Sticker verändern den Plan dauerhaft, die Umkehrseite bietet eine wiederholbare Version. Laut Spielregel wird eine Baukarte aufgedeckt, und alle legen gleichzeitig auf den eigenen Plan: das erste Gebäude seitlich an den Fluss, weitere angrenzend. Ein Kapitel dauert laut Spielregel ca. 90 Minuten, am reizvollsten sei das Spiel mit fester Runde.

Was Rezensionen sagen

Der Verein Spiel des Jahres führt My City 2020 unter den Nominierten; die Jury nennt einen zugänglichen Kern und einen sanft steigenden Schwierigkeitsgrad. Opinionated Gamers nennt es leicht zu lernen und die Partien kurz; die Regeln wüchsen in kleinen Schritten und würden gegen Ende etwas komplexer. The A.V. Club zählt es zu den familienfreundlichsten Legacy-Titeln mit schrittweise steigenden Regeln. Meeple Mountain nennt es als Legacy-Einstieg empfehlenswert, für den Rezensenten aber zu leicht; die Rezension sieht eine Abhängigkeit vom Kartenzufall und rät von der Dauerversion ab. The Fandomentals nennt es ein familienorientiertes Legacy-Spiel für Legacy-Einsteiger mit kurzen Episoden; unübersichtlich werde es, wenn nicht dieselbe Gruppe durchspielt. What’s Eric Playing beschreibt, dass man die Strategie mit neuen Elementen je Kapitel anpasst und wegen des Glücks bei der Kartenreihenfolge den Plan improvisieren muss.

Im Vergleich

Wie My City (ab 10, 2 bis 4 Personen, ca. 30 Minuten) gehören Imhotep (ab 10, 2 bis 4 Personen, ca. 40 Minuten) und Kamisado (ab 10, 2 Personen, ca. 30 Minuten) im Katalog zum Bereich „Logik & Planen“; Imhotep teilt mit My City auch „Flexibilität“. Bei My City baut jede Person auf dem eigenen Plan, über mehrere Partien verändert er sich dauerhaft. Imhotep beschreibt der Katalog als taktisches Liefern mit ständigem Gegeneinander, Kamisado als elegante abstrakte Logik zu zweit.

Quellen

Häufige Fragen

Ab welchem Alter eignet sich My City?

My City ist ab 10 Jahren angegeben. Bereit sind Kinder, die gern Formen einpassen und es verkraften, wenn die gezogenen Karten schlecht liegen. Die Regeln sind leicht zu lernen, weil sie kapitelweise dazukommen.

Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?

Eine Partie dauert etwa 30 Minuten. Es spielen 2 bis 4 Personen, jede baut auf einem eigenen Plan; wer nach 24 Partien die meisten Fortschritte hat, gewinnt.

Was kann My City fördern?

Das Spiel kann Logik und Planen sowie Flexibilität fördern. Jedes Gebäude wird eingepasst, ohne dass unbrauchbare Lücken entstehen, und mit jedem Kapitel verlangen neue Regeln und Wertungen eine angepasste Strategie.

Muss bei My City immer dieselbe Gruppe spielen?

Das ist ratsam: Die Kampagne setzt auf eine feste Gruppe, und laut einer Rezension wird es unübersichtlich, wenn nicht dieselben Personen durchspielen. Nach dem Ende bleibt die Rückseite als wiederholbares Dauerspiel.

Förderprofil

Logik & Planen – vorausdenken, Probleme lösen und Strategien anpassen
Flexibilität – zwischen Regeln und Perspektiven umschalten

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