So spielt es sich
Auf dem „Grill“ liegen 16 Plättchen von 21 bis 36 mit je ein bis vier Würmern. Man wirft acht Würfel, auf denen der Wurm fünf zählt, legt alle Würfel einer Sorte beiseite und entscheidet: weiterwürfeln oder aufhören? Keine Sorte darf sich im Zug wiederholen. Mit mindestens einem Wurm bringt die Summe das passende oder nächstniedrigere Plättchen vom Grill; trifft sie genau das oberste eines Mitspielers, darf man es stehlen. Misslingt der Zug, geht das eigene oberste zurück. Die meisten Würmer gewinnen.
Was es fördern kann
Jeder Wurf verlangt Kopfrechnen: Drei Vierer sind zwölf, mit einem Wurm siebzehn – was fehlt bis zur 27? Dann gilt es abzuwägen: vier Fünfer nehmen oder nur den Wurm, der die Summe gültig macht und mehr Würfel übrig lässt? Mit jedem Wurf schwinden Würfel und freie Sorten, das Risiko, leer auszugehen, steigt. Wer schon genug für ein gutes Plättchen hat, muss den Drang zum Weiterwürfeln bremsen – das fordert Impulskontrolle. Gestohlene Würmer verlangen Frustrationstoleranz.
Besonders geeignet für
- Schulkinder ab 8, die Kopfrechnen festigen
- Gemischte Runden bis sieben, auch mit Großeltern
- Ferien und Ausflüge – kleine Schachtel
Weniger geeignet für
- Kinder, die gestohlene Würmer schwer verkraften
- Feste Zweierrunden – das Stehlen greift kaum
Unser Fazit
Heckmeck am Bratwurmeck lohnt sich für Familien mit Schulkindern, die das Kopfrechnen festigen sollen, und für gemischte Runden mit Großeltern: Die Regeln sind schnell erklärt, und die kleine Schachtel passt in den Ferienkoffer. Grenzen setzen der hohe Glücksanteil, die geringe strategische Tiefe und das Stehlen, das empfindliche Kinder ärgern kann.
So gelingt der Einstieg
- Die Würfelregel am Beispiel zeigen: Drei Vierer ergeben 12, mit einem Wurm 17, mit zwei Fünfern 27. Jede Sorte darf pro Zug nur einmal genommen werden.
- Vor jedem Weiterwürfeln kurz prüfen, ob schon ein Wurm dabei ist. Ohne Wurm misslingt der Zug, und das eigene oberste Plättchen geht zurück auf den Grill.
- Gestohlen wird nur, wenn die Summe genau dem obersten Plättchen eines Mitspielers entspricht. Das vorab zu erklären, zeigt Kindern, wann ihr Plättchen in Gefahr ist.
Im Detail
Varianten und Spielerzahl
Heckmeck am Bratwurmeck von Reiner Knizia erschien 2005 bei Zoch für 2 bis 7 Personen. Zum Material gehören acht Würfel, bei denen ein Wurm die Sechs ersetzt und fünf Punkte zählt, und 16 Plättchen mit den Zahlen 21 bis 36. Die Plättchen tragen einen bis vier Würmer: Die 21 bis 24 haben einen, die 33 bis 36 vier. Die Zoch-Regel von 2014 liegt auf Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch vor; in Frankreich vertreibt Gigamic das Spiel als „Pickomino“.
Was Rezensionen sagen
Reich der Spiele findet es einfach, schnell und glücksbetont; zu zweit sei es etwas langatmig, empfohlen würden mindestens drei Personen. Spieletest.at hebt die wenigen Regeln hervor und dass Mitspielende durch die Fehlwürfe anderer beteiligt bleiben; es sei ein gemeines Spiel mit hohem Glücksfaktor. Die besten Familienspiele nennen die Regeln sehr einfach und das Spiel gut für mehrere Generationen; am meisten Spaß gebe es mit vier bis sieben Personen. Ludowelt lobt das hochwertige, für Kinder griffige Material und die Kurzweil, kritisiert aber zeitweise sehr viel Glück. Cliquenabend schätzt schnell erklärte Regeln und die kompakte Schachtel, vermisst aber strategische Tiefe bei viel Würfelglück.
Im Vergleich
Neben Heckmeck am Bratwurmeck (ab 8, 2 bis 7 Personen, 20 bis 30 Minuten) steht Can’t Stop (ab 7, 2 bis 4 Personen, ca. 30 Minuten) mit denselben drei Förderbereichen: Zahlen & Rechnen, Logik & Planen und Impulskontrolle. Dort geht es ebenfalls ums Weiterwürfeln oder Aufhören; es passt zu Schulkindern mit Lust am Risiko, weniger zu Kindern, die verlorene Züge schwer verkraften. No Thanks! (ab 8, 3 bis 7 Personen, ca. 20 Minuten) hat dieselben drei Förderbereiche und wie Heckmeck Platz für bis zu sieben Personen, spielt sich aber nicht zu zweit. Es eignet sich für kurze Partien zwischendurch; wer sich über weggeschnappte Karten ärgert, ist dort weniger gut aufgehoben.
Quellen
- Zoch: Heckmeck am Bratwurmeck (Verlagsseite)
- Zoch: Spielregel 2014 (PDF)
- Wikipedia (deutsch): Heckmeck am Bratwurmeck
- Wikipédia (französisch): Pickomino
- Gigamic: Pickomino (Verlagsseite)
- Reich der Spiele (Rezension)
- Spieletest.at (Rezension)
- Die besten Familienspiele (Rezension)
- Ludowelt (Rezension)
- Cliquenabend (Rezension)
Häufige Fragen
Ab welchem Alter eignet sich Heckmeck am Bratwurmeck?
Angegeben ist das Spiel ab 8 Jahren. Ein Kind ist bereit, wenn es Zahlen bis etwa 36 im Kopf addiert und es verschmerzt, dass ihm ein Plättchen weggeschnappt wird. Wem das schwerfällt, sollte noch warten.
Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?
Eine Partie dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Es spielen 2 bis 7 Personen gegeneinander, und wer am Ende die meisten Würmer hat, gewinnt. Zu zweit wirkt es laut Rezensionen langatmig, am meisten Spaß gibt es mit vier bis sieben.
Was kann Heckmeck am Bratwurmeck fördern?
Im Spiel lassen sich Zahlen und Rechnen, Logik und Planen sowie Impulskontrolle üben. Wer drei Vierer und einen Wurm würfelt, hat 17 und rechnet aus, was bis zur 27 fehlt. Ob weitergewürfelt wird, obwohl Würfel und freie Sorten schwinden, will abgewogen sein.
Macht Heckmeck auch Erwachsenen Spaß?
In Runden mit mehreren Generationen kommt laut Rezensionen Spaß auf. Erwachsene sollten wissen, dass viel Würfelglück im Spiel ist und die strategische Tiefe gering bleibt.



