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Grabolo – Produktbild
ab 6 J. · ★ 3,9

Grabolo

Würfeln und dann blitzschnell die Scheibe schnappen, deren Farbe und Zahl die Würfel zeigen – ein rasantes Wahrnehmungs- und Reaktionsspiel.

So spielt es sich

36 runde Karten liegen offen aus: Zahlen 1 bis 6 in sechs Farben. Reihum würfelt jemand mit Farb- und Zahlenwürfel, etwa „Blau 4“; alle legen gleichzeitig die Hand auf diese Karte. Die schnellste nimmt sie verdeckt an sich. Ist sie schon vergeben, ruft man den Namen des vermuteten Besitzers – auch der eigene ist erlaubt. Ein richtiger Tipp bringt oder sichert die Karte, ein falscher kostet eine eigene. Wer zuerst zehn (zu dritt), acht (zu viert) oder sechs (zu fünft) Karten hat, gewinnt.

Was es fördern kann

Jede Farbe und Zahl kommt sechsmal vor, die gesuchte Karte springt nicht ins Auge: Der Blick prüft zwei Merkmale zugleich – visuelle Suche unter Zeitdruck, bei der die schnellste Hand zählt. Mit jeder vergebenen Karte wächst der Gedächtnisteil: Wer hat „Rot 2“ genommen, und wechselte sie seither den Besitzer? Dieses Merken und Aktualisieren fordert das Arbeitsgedächtnis. Ein unsicher gerufener Name kann eine Karte kosten: Tempo und Sicherheit wollen abgewogen sein.

Visuelles Suchen●●●●●
Arbeitsgedächtnis●●●●●
Reaktionstempo●●●●●
Stimmen aus der Community: Die Besprechungen fallen solide aus, ohne zu schwärmen. Gelobt werden die einfachen Regeln, das Spielen ohne Wartezeiten und die handliche Blechdose. In großen Runden wird es laut und turbulent, was mehreren Kritiken zufolge den Spielspaß erhöht. Ein Test der Erstausgabe bemängelte schlecht lesbare Ziffern und verwechselbare Würfelfarben.
Unser Tipp für Eltern: Zum Einstieg ohne Namensrufe spielen: Fehlt die gewürfelte Karte, wird neu gewürfelt. Den Gedächtnisteil später ergänzen.

Besonders geeignet für

  • Schulkinder ab 6 mit Lust auf Tempo
  • Runden zu viert oder fünft – kniffliger
  • Reisen und Ausflüge – kleine Blechdose

Weniger geeignet für

  • Zu zweit – erst ab drei Personen
  • Kinder, die Hektik und Kartenverlust schlecht vertragen

Unser Fazit

Grabolo lohnt sich für Schulkinder ab 6, die Tempo mögen, und für Reisen oder Ausflüge: Die Regeln sind einfach, es gibt keine Wartezeiten, und die Dose lässt sich gut mitnehmen. Grenzen setzen die Mindestzahl von drei Personen sowie Hektik und Kartenverlust; insgesamt bleiben die Kritiken nüchtern.

So gelingt der Einstieg

  • Die 36 Karten offen und ohne Überlappung auslegen.
  • Beim Namenrufen darf auch der eigene Name fallen; ein richtiger Tipp sichert die Karte.

Im Detail

Varianten und Spielerzahl

Autorin ist Maureen Hiron; laut Luding erschien die Erstausgabe bei stragoo (Essen 2012), die Ausgabe von Game Factory (Essen 2014) später. spielen.de nennt für die Ausgabe von Game Factory 3 bis 5 Personen, ab 6 Jahren und 10 bis 15 Minuten. Laut Reich der Spiele gehören ein Zahlen- und ein Farbwürfel sowie 36 Zahlenkarten von 1 bis 6 in sechs Farben dazu. Brettspielblog und Hall9000 nennen runde Karten in einer Blechdose. Laut Spieletest.at, der die stragoo-Ausgabe getestet hat, nimmt die Gedächtniskomponente mit der Spielerzahl zu.

Was Rezensionen sagen

Reich der Spiele nennt Grabolo ein Reise- und Mitbringspiel mit einfachen Regeln, bei dem man sofort losspielen kann; in großen Runden wird es lauter, was den Spielspaß erhöht. Hall9000 beschreibt ein Reaktionsspiel mit nicht zu unterschätzender Gedächtniskomponente, das in großen Runden laut und turbulent ist und dort am meisten Spaß macht. Spieletest.at hebt hervor, dass es keine Wartezeiten gibt, weil alle gleichzeitig spielen, und kritisiert bei der stragoo-Ausgabe weiße Ziffern auf weißem Hintergrund sowie Braun und Rot auf dem Farbwürfel.

Im Vergleich

Speed Cups (ab 6, 2 bis 4 Personen, ca. 15 Minuten) teilt mit Grabolo Wahrnehmung und Tempo, dazu kommen Feinmotorik und Flexibilität; alle bauen gleichzeitig Becher nach Aufgabenkarten und schlagen auf die Glocke. Es passt zu Kindern, die gern um die Wette bauen, weniger zu Lärmempfindlichen. Dobble (ab 6, 2 bis 8 Personen, ca. 15 Minuten) teilt mit Grabolo Wahrnehmung und Tempo, verbindet es aber mit Sprache; es passt zu kurzen Runden zwischendurch, weniger zu Kindern, die unter Zeitdruck schnell die Lust verlieren. Grabolo (ab 6, 3 bis 5 Personen, ca. 10 bis 15 Minuten) wird erst ab drei Personen gespielt, ist zu viert oder fünft kniffliger und passt zu Reisen und Ausflügen, weniger zu Kindern, die Hektik und Kartenverlust schlecht vertragen.

Quellen

Häufige Fragen

Ab welchem Alter eignet sich Grabolo?

Grabolo ist ab 6 Jahren angegeben. Bereit ist ein Kind, das Zahlen und Farben rasch zuordnet und Tempo mag. Wer Trubel und verlorene Karten schlecht wegsteckt, ist damit weniger gut bedient.

Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?

Eine Partie dauert etwa 10 bis 15 Minuten, und es spielen 3 bis 5 Personen gegeneinander; zu zweit funktioniert es nicht. Gewonnen hat, wer zuerst zehn (zu dritt), acht (zu viert) oder sechs (zu fünft) Karten besitzt.

Was kann Grabolo fördern?

Das Spiel kann Wahrnehmung und Tempo sowie das Gedächtnis fördern. Gesucht wird eine Karte nach Farbe und Zahl zugleich; je mehr Karten vergeben sind, desto mehr muss man sich merken: Wer hat welche genommen, und wechselte sie den Besitzer?

Ist Grabolo laut?

Mit mehr Mitspielenden geht es lärmig und wild zu, was mehrere Kritiken zum Reiz zählen. Wer Trubel und verlorene Karten schlecht wegsteckt, dem kann es dagegen schnell zu viel werden.

Förderprofil

Wahrnehmung & Tempo – schnell erfassen und auch unter Zeitdruck genau bleiben
Gedächtnis – merken, aktualisieren und gezielt erinnern

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