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Speed Cups – Produktbild
ab 6 J. · ★ 4,0 · Tipp der Redaktion

Speed Cups

Fünf Becher blitzschnell stapeln oder reihen, wie es die Karte zeigt – dann auf die Glocke!

So spielt es sich

Alle erhalten fünf verschiedenfarbige Becher, in der Mitte steht eine Glocke. Eine Aufgabenkarte zeigt etwa Vögel übereinander im Baum oder fünf Häuser in einer Reihe. Alle bauen gleichzeitig nach: Übereinander heißt stapeln, nebeneinander heißt reihen, manchmal in getrennten Stapeln. Wer fertig ist, haut auf die Glocke. Die Karte bekommt, wer als Erstes läutet und richtig gebaut hat; am Ende gewinnt, wer die meisten hat.

Was es fördern kann

Die Karte ist ein Bild, kein Bauplan: Kinder suchen die farbigen Motive und übersetzen ihre Lage in eine Becherordnung – oben im Baum heißt oben im Stapel. Das ist visuell-räumliche Verarbeitung im Eiltempo; wer die Karte kopfüber vor sich hat, muss sie im Kopf drehen. Weil die Becher der Vorrunde stehen bleiben, wird ständig umgebaut: kognitive Flexibilität. Die Hände arbeiten flink und genau. Vor dem Läuten lohnt ein Kontrollblick, denn ein Fehler kostet die Karte.

Verarbeitungstempo●●●●●
Räumliches Denken●●●●●
Auge-Hand-Koordination●●●●●
Stimmen aus der Community: Empfehlungsliste Kinderspiel des Jahres 2014, im selben Jahr „Spiele Hit für Kinder“ beim österreichischen Spiel der Spiele. Laut Jury erschließt es sich wie von selbst. Rezensionen loben das Tempo, kritisieren manche mehrdeutigen Karten und die nur 24 Karten der ersten Ausgabe (heute 36), die man bald kennt.
Unser Tipp für Eltern: Zum Einstieg einige Karten ohne Glocke gemeinsam nachbauen. Später dem jüngsten Kind einen kleinen Vorsprung geben und die Karte zu ihm drehen.

Besonders geeignet für

  • Kinder ab 6, die gern um die Wette bauen
  • Kurze Partien zwischendurch, auch mit Erwachsenen
  • Kinder, die lieber anpacken als grübeln

Weniger geeignet für

  • Lärmempfindliche: Becher klappern, Glocke ertönt in jeder Runde
  • Kinder, die unter Zeitdruck blockieren

Unser Fazit

Speed Cups lohnt sich für Schulkinder mit Lust aufs Zupacken und für schnelle Runden nebenbei, bei denen auch Erwachsene mitspielen. Die Regel braucht kaum Erklärung, und das Bauen um die Wette bringt Schwung in die Runde. Grenzen setzen der Lärm von Bechern und Glocke, der Zeitdruck, mehrdeutige Karten und, bei der ersten Ausgabe mit nur 24 Karten, der schnell nachlassende Reiz.

So gelingt der Einstieg

  • Karten, bei denen unklar ist, ob die Motive neben- oder übereinander stehen, vor der Partie gemeinsam deuten, damit kein Streit entsteht.
  • Vor dem Läuten die Becher kurz prüfen: Bei einem Fehler geht die Karte an die nächstschnellste Person mit richtigem Aufbau.
  • Erklären, dass der Aufbau aus der letzten Runde stehen bleibt und das Umbauen zum Spiel gehört.

Im Detail

Varianten und Spielerzahl

Das Spiel von Haim Shafir ist laut Amigo-Spielregel (Version 2.0) für 2 bis 4 Personen ab 6 Jahren gedacht. Zur Schachtel gehören laut Verlag 20 Kunststoffbecher in fünf Farben, 36 Spielkarten und eine Glocke. Laut Spielregel baut jede Person mit fünf Bechern in fünf Farben, alle gleichzeitig. Laut der deutschen Wikipedia erschien das Basisspiel 2013 zunächst mit 24 Aufgabenkarten; die Verlagsseite nennt heute 36 Spielkarten.

Was Rezensionen sagen

Die Jury des Kinderspiels des Jahres nahm Speed Cups 2014 in ihre Empfehlungsliste auf; im selben Jahr erhielt es beim österreichischen Spiel der Spiele „Spiele Hit für Kinder“. Laut Jurytext erschließe es sich wie von selbst und schule Geschick, Geschwindigkeit und Wahrnehmungsvermögen. Hall9000 nennt das Spiel hektisch; auf den Karten sei nicht immer eindeutig, ob die Motive neben- oder übereinander stehen, was Unmut auslösen könne. Reich der Spiele schreibt, das Spiel bringe Kinder in Schwung und werde laut; dass Kinder die Karte drehen, die vor ihnen auf dem Kopf liegt, könne zu Streit führen. Cliquenabend nennt es ein tolles Reaktionsspiel für Jung und Alt, kritisiert aber die nur 24 Aufgabenkarten der damaligen Ausgabe: Mit der Zeit kenne man sie, und Anfänger seien im Nachteil.

Im Vergleich

Dobble (ab 6, 2 bis 8 Personen, ca. 15 Minuten) fordert wie Speed Cups Wahrnehmung und Tempo, dort als visuelles Suchen und Benennen unter Zeitdruck. Für kurze Runden zwischendurch eignet sich Dobble auch mit Großeltern; Kinder, die unter Zeitdruck schnell die Lust verlieren, sind dort weniger gut aufgehoben. Avocado Smash (ab 6, für 2 und mehr Personen, ca. 10 Minuten) fordert ebenfalls Wahrnehmung und Tempo, dazu Impulskontrolle sowie Zahlen und Rechnen. Wie Speed Cups ist es weniger für geräuschempfindliche Kinder geeignet. Speed Cups fordert dagegen zusätzlich Feinmotorik und Flexibilität und passt zu Kindern, die lieber anpacken als grübeln.

Quellen

Häufige Fragen

Ab welchem Alter eignet sich Speed Cups?

Speed Cups ist ab 6 Jahren angegeben. Bereit ist ein Kind, das aus einem Kartenbild eine Becherordnung ableitet und unter Zeitdruck nicht blockiert; lärmempfindliche Kinder tun sich mit Klappern und Glocke schwerer.

Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?

Eine Partie dauert etwa 15 Minuten. Es spielen 2 bis 4 Personen gleichzeitig gegeneinander, und den Sieg holt, wer am Ende die meisten Aufgabenkarten besitzt.

Was kann Speed Cups fördern?

Speed Cups kann Wahrnehmung und Tempo, Feinmotorik und Flexibilität fördern. Die Lage der Motive wird in eine Becherordnung übersetzt, und weil der Aufbau aus der letzten Runde stehen bleibt, muss jedes Mal umgebaut werden.

Ist Speed Cups laut?

Ja, die Becher klappern, und bei jeder Karte läutet die Glocke; Rezensionen beschreiben das Spiel als hektisch und laut. Wer Ruhe sucht, ist hier nicht richtig, die Partien sind mit etwa 15 Minuten aber kurz.

Förderprofil

Wahrnehmung & Tempo – schnell erfassen und auch unter Zeitdruck genau bleiben
Feinmotorik – ruhige Hand, Kraftdosierung und Geschick
Flexibilität – zwischen Regeln und Perspektiven umschalten

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