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Die Tavernen im Tiefen Thal – Produktbild
ab 12 J. · ★ 4,0

Die Tavernen im Tiefen Thal

Die eigene Wirtsstube ausbauen, Gäste anlocken und Karten wie Würfel geschickt verzahnen – ein zugängliches Aufbauspiel mit wachsender Maschinerie.

So spielt es sich

Jede Person führt eine Taverne. In jeder der acht Runden decken alle gleichzeitig Karten vom eigenen Stapel auf, bis ihre Tische besetzt sind. Dann würfelt man vier weiße Würfel, nimmt einen und reicht den Bierdeckel mit dem Rest nach links, bis alle verteilt sind. Würfel mit passender Augenzahl bedienen Gäste und bringen Dublonen, Einsen und Sechsen liefern Bier. Damit kauft man Karten für den Stapel, wirbt Gäste an und baut aus; jeder Ausbau bringt einen Adligen. Wer die meisten Siegpunkte auf den Karten hat, gewinnt.

Was es fördern kann

Kern ist vorausschauendes Planen: Welcher Ausbau zahlt sich aus – ein zusätzlicher Tisch oder eine fest angestellte Kellnerin, die erst ab der nächsten Runde einen Würfel mehr bringt? Kognitive Flexibilität ist gefragt, wenn die Würfel anders fallen als erhofft und der Plan umgebaut werden muss. Dazu kommt ständiges Rechnen: Dublonen und Bier addieren, Kosten abziehen, Rabatte verrechnen.

Vorausschauendes Planen●●●●●
Kognitive Flexibilität●●●●●
Kopfrechnen●●●●●
Stimmen aus der Community: Beim Deutschen Spiele Preis 2019 belegte das Spiel Platz 2; die Grafik von Dennis Lohausen gewann den Graf Ludo 2019 (schönste Familienspielgrafik). Rezensionen loben die vielen Ausbauwege und die gleichzeitig gespielten Phasen; kritisiert werden der hohe Glücksanteil und die geringe Interaktion, zu viert kann es zäh werden.
Unser Tipp für Eltern: Mit Modul 1 beginnen, wie es die Anleitung für weniger Erfahrene empfiehlt, und Dublonen und Bier laut mitrechnen. Der Adlige für jeden Ausbau wird in der ersten Partie gern vergessen.

Besonders geeignet für

  • Ältere Kinder und Jugendliche mit Spielerfahrung
  • Partien zu zweit – flott, kaum Wartezeit
  • Kinder, die gern planen, sparen und ausbauen

Weniger geeignet für

  • Optimierer, die Würfelglück stört
  • Ungeduldige Kinder in Viererrunden mit Wartezeiten

Unser Fazit

Die Tavernen im Tiefen Thal lohnt sich für Jugendliche ab 12 mit Spielerfahrung, die gern haushalten und ihr Lokal Stück für Stück erweitern, am besten zu zweit. Die Stärke: vielfältige Wege, die eigene Taverne zu verbessern, und Phasen, in denen alle gleichzeitig spielen; 2019 Platz 2 beim Deutschen Spiele Preis. Grenzen setzen viel Würfelglück, wenig Austausch zwischen den Spielenden und mögliche Längen zu viert.

So gelingt der Einstieg

  • Vorab klären, dass eine feste Kellnerin oder ein aufgewerteter Tisch erst in der folgenden Runde Wirkung zeigt.
  • Früh zeigen, dass Bier nur über Einser- und Sechser-Würfel entsteht; Dublonen und Bier gibt es nur virtuell.

Im Detail

Varianten und Spielerzahl

Laut Schmidt Spiele ist Die Tavernen im Tiefen Thal von Wolfgang Warsch für 2 bis 4 Personen ab 12 Jahren gedacht und umfasst fünf Module. Für weniger Spielerfahrene nennt die Anleitung den Start nur mit Modul 1. Gespielt wird über acht Runden; in jeder werden Karten aufgedeckt, bis alle Tische besetzt sind. Dublonen und Bier gibt es nur virtuell, und Bier liefern allein Einser- und Sechser-Würfel auf der Bieranlieferung.

Was Rezensionen sagen

Beim Deutschen Spiele Preis 2019 belegte es laut der Historie auf spiel-essen.de Platz 2 hinter Flügelschlag. Laut einer Pressemitteilung der Hobbymesse erhielt Dennis Lohausen am 4. Oktober 2019 für die Grafik des Spiels den Graf Ludo in der Kategorie „Schönste Familienspielgrafik“. Reich der Spiele nennt die Ausbauwege reizvoll, den Glücksanteil groß und die Interaktion beschränkt; zu zweit gehe es flott, zu viert zäh, und gleichzeitige Phasen strafften die Wartezeit. Meeple Mountain hebt die gleichzeitig gespielten Phasen hervor und erwähnt, dass die Module mit der Spielerfahrung skalieren und ohne Aufpreis in der Schachtel liegen.

Im Vergleich

Woodcraft (ab 12, 1 bis 4 Personen, ca. 80 bis 150 Minuten) führt dieselben zwei Förderbereiche wie Die Tavernen im Tiefen Thal, Logik und Planen sowie Zahlen und Rechnen, und fordert wie dieses vorausschauendes Planen und Kopfrechnen. Einsteigern liegt Woodcraft weniger, weil es laut Verlag ein Expertenspiel ist, und ungeduldigen Runden wegen der Grübelpausen und der geringen Interaktion. Targi (ab 12, 2 Personen, ca. 60 Minuten) teilt mit Die Tavernen im Tiefen Thal den Förderbereich Logik und Planen und fordert ebenfalls vorausschauendes Planen und kognitive Flexibilität. Es ist ein Duell für zwei; Gruppen ab drei Personen liegt es weniger. Die Tavernen im Tiefen Thal passen zu älteren Kindern und Jugendlichen mit Spielerfahrung und zu Partien zu zweit, die flott und mit kaum Wartezeit laufen; Optimierern, die Würfelglück stört, liegt es weniger.

Quellen

Häufige Fragen

Ab welchem Alter eignet sich Die Tavernen im Tiefen Thal?

Die Tavernen im Tiefen Thal ist ab 12 Jahren angegeben. Bereit ist, wer Dublonen und Bier mitrechnet und den Plan ändert, wenn die Würfel nicht mitspielen. Wer Zufall ungern hinnimmt, hat weniger Freude daran.

Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?

Eine Partie dauert etwa 60 Minuten. Es spielen 2 bis 4 Personen, jede führt ihre eigene Taverne, am Ende entscheiden die Siegpunkte. Zu zweit geht es zügig, zu viert zieht es sich leicht.

Was kann Die Tavernen im Tiefen Thal fördern?

Das Spiel kann Logik und Planen sowie Zahlen und Rechnen fördern. Ob sich ein weiterer Tisch oder eine feste Kellnerin lohnt, will vorausgedacht sein; laufend wird addiert, abgezogen und verrechnet.

Gibt es eine einfachere Einstiegsvariante?

Ja, die Anleitung enthält fünf Module; weniger Erfahrene starten mit Modul 1. Die Module passen sich der Spielerfahrung an und gehören ohne Zusatzkosten zur Schachtel.

Förderprofil

Logik & Planen – vorausdenken, Probleme lösen und Strategien anpassen
Zahlen & Rechnen – Mengen erfassen, zählen und im Kopf rechnen

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