So spielt es sich
Jedes Kind legt einen Wurmkopf vor sich und nimmt drei Wurmteil-Karten auf die Hand; sechs Karten liegen verdeckt in der Tischmitte. Wer dran ist, schiebt eine Handkarte verdeckt dazu, nimmt eine andere aus der Mitte, deckt sie auf und legt sie an den eigenen Wurm an – die Teile sind unterschiedlich lang. Dann wird nachgezogen. Haben alle ihr neuntes Teil angelegt, gewinnt der längste Wurm.
Was es fördern kann
Handkarten kommen nie direkt an den Wurm, sondern erst verdeckt in die Mitte. Ein dort abgelegtes langes Teil lässt sich frühestens im nächsten Zug zurückholen – wenn man sich die Stelle merkt und niemand es vorher erwischt. Das fordert das räumliche Arbeitsgedächtnis, denn Karten verschwinden und neue kommen hinzu. Dazu kommt vorausschauendes Planen: Welche Karte gebe ich her, welche hole ich? Wer blind greift, ist auf sein Glück angewiesen – und eine verlorene Karte muss man verschmerzen.
Besonders geeignet für
- Kindergartenkinder, die gern Memory spielen
- Kompaktes Spiel für Reise und Ferien
- Brettspiel-Fans, die Abwechslung suchen
Weniger geeignet für
- Kinder, die ein Wettrennen wie im Brettspiel erwarten
- Wer weniger Glück und mehr Kontrolle möchte
Unser Fazit
Da ist der Wurm drin – Das Kartenspiel passt zu Kindern im Kindergartenalter mit Freude am Memory und als kompakter Begleiter auf Reisen. Die Stärke: Gemerkt und getauscht wird ohne Würfel und Spielplan. Grenzen setzen die Erwartung eines Wettrennens, der Glücksanteil beim Ziehen und der Wunsch nach mehr Kontrolle.
So gelingt der Einstieg
- Zu Beginn betonen: Genommen wird eine andere Karte als die eben abgelegte.
- Das Ende vorab erklären: Ist der Nachziehstapel leer, folgen noch drei Züge ohne Nachziehen.
Im Detail
Varianten und Spielerzahl
Laut Spielregel von Zoch (2021, Art.-Nr. 60 110 5181) ist das Kartenspiel für 2 bis 5 Personen ab 4 Jahren gedacht und dauert etwa 15 Minuten. Das Spiel besteht aus 55 Karten, nämlich 5 Wurmköpfen und 50 Wurmteilen. Alle haben 3 Handkarten, 6 Karten liegen verdeckt in der Mitte; im Zug legt man eine Handkarte verdeckt dazu, nimmt eine andere Karte von dort, legt sie aufgedeckt an den eigenen Wurm an und zieht nach. Das Spiel endet, wenn alle ihr neuntes Wurmteil angelegt haben; der längste Wurm gewinnt. Autorin ist Carmen Kleinert, die Illustration stammt von Heidemarie Rüttinger.
Was Rezensionen sagen
Zum Kartenspiel ist keine unabhängige Rezension verzeichnet. Zoch nennt das Spiel auf seiner Verlagsseite „Merkspiel mit Taktik“. Auf der Verlagsseite von Zoch steht genau eine Kundenbewertung (5 Sterne, 28. September 2022): „gut für Reisen, stabiler Karton“. Das Kinderspiel des Jahres 2011 ging laut Spiel des Jahres an das Brettspiel „Da ist der Wurm drin“ von Carmen Kleinert; das Kartenspiel greift das Brettspiel laut englischer Verlagsseite auf.
Im Vergleich
Da ist der Wurm drin (ab 4, 2 bis 4 Personen) teilt mit Da ist der Wurm drin – Das Kartenspiel (ab 4, 2 bis 5 Personen, ca. 15 Minuten) den Förderbereich Gedächtnis; beim Brettspiel kommt Zahlen und Rechnen hinzu, beim Kartenspiel Logik und Planen. Im Brettspiel bestimmt ein Farbwürfel, welches Wurmteil man nachschiebt; Kindern, die Würfelpech schwer verkraften, liegt das Brettspiel weniger. Das Kartenspiel kommt ohne Würfel aus; Kindern, die ein Wettrennen wie im Brettspiel erwarten, liegt das Kartenspiel weniger. Stone Age Junior (ab 5, 2 bis 4 Personen, ca. 15 Minuten) hat dieselben Förderbereiche, Gedächtnis sowie Logik und Planen: Man merkt sich, wo welches Waldplättchen liegt. Das Kartenspiel passt zu Kindergartenkindern, die gern Memory spielen, und als kompaktes Spiel für Reise und Ferien.
Quellen
Häufige Fragen
Ab welchem Alter eignet sich Da ist der Wurm drin – Das Kartenspiel?
Angegeben ist es ab 4 Jahren. Bereit ist ein Kind, wenn es sich wie beim Memory merken kann, wo eine verdeckte Karte liegt, und auf ein Wettrennen verzichten mag. Wer mehr Kontrolle will, ist hier weniger gut bedient.
Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?
Eine Partie dauert etwa 15 Minuten. Es spielen 2 bis 5 Personen gegeneinander; wer nach dem neunten angelegten Teil den längsten Wurm hat, gewinnt. Das kompakte Format passt auch in den Reisekoffer.
Was kann Da ist der Wurm drin – Das Kartenspiel fördern?
Das Spiel kann Gedächtnis sowie Logik und Planen fördern. Wer eine lange Karte verdeckt in die Mitte legt, kann sie erst beim nächsten Mal zurückholen und muss sich dafür ihren Platz merken. Zugleich wägt man ab, welche Karte man hergibt und welche man nimmt.
Was unterscheidet es vom Brettspiel?
Statt Würfel und Spielplan gibt es nur Karten: Der Wurm wird Teil für Teil angelegt, und verdeckte Karten wollen gemerkt werden. Die Auszeichnung von 2011 gehört allein dem Brettspiel.



