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Wave – Produktbild
ab 10 J. · ★ 4,0

Wave

Gemeinsam Karten ablegen, die in Zahl oder Farbe höher sind als die vorige, obwohl man zwei der eigenen Karten nicht sieht – Hinweise geben, aber nie Zahl oder Farbe nennen.

So spielt es sich

Gemeinsam legt man reihum eine Karte auf einen Stapel; sie muss in Zahl oder Farbe höher sein als die vorige (Werte 0 bis 5, sechs Farben). Der Haken: Zwei der fünf Handkarten sind nach außen gedreht, nur die anderen sehen sie. Diese dürfen Hinweise geben, aber nie Zahl oder Farbe nennen. Weiße Karten und Nullen drehen die Spielrichtung um. Gewonnen ist, wenn alle Karten abgelegt sind; kann jemand nicht legen, endet das Spiel vorzeitig.

Was es fördern kann

Im Zentrum steht die Perspektivenübernahme: Wer einen Hinweis gibt, muss bedenken, was die andere Person sieht, und darf weder Zahl noch Farbe nennen. Vorausschauendes Planen kommt dazu: Eine hohe Karte zur falschen Zeit blockiert alle, und weiße Karten oder Nullen ändern, wer als Nächstes dran ist. Die Regel „Zahl oder Farbe“ fordert kognitive Flexibilität; die optionalen Sonderkarten kehren sogar die Rangfolge um.

Perspektivenübernahme●●●●●
Vorausschauendes Planen●●●●●
Kognitive Flexibilität●●●●●
Stimmen aus der Community: Rezensionen vergleichen das kooperative Kartenspiel von Thomas Weber (Kosmos, 2023) mit Hanabi und The Game. Gelobt werden rasch gelernte Regeln, rege Kommunikation und die Varianten; ein Rezensent schätzt, dass niemand alle Karten kennt und so kein Alpha-Spieler-Problem entsteht. Kritik gibt es an etwas Kartenglück gegen Ende und am beliebig wirkenden Thema.
Unser Tipp für Eltern: Die Übersichtskarte mit der Farbreihenfolge gut sichtbar hinlegen und die Hinweisregel anfangs locker handhaben. Die Sonderkarten Farb- und Zahlentausch erst dazunehmen, wenn die Richtungswechsel sitzen.

Besonders geeignet für

  • Kinder ab 10, die gern gemeinsam tüfteln
  • Runden zu dritt oder zu viert
  • Kurzer Ausklang nach einem langen Strategiespiel

Weniger geeignet für

  • Kinder, die unbedingt selbst gewinnen wollen
  • Wer ein Spiel ganz ohne Kartenglück sucht

Unser Fazit

Wave lohnt sich für Familien mit Kindern ab 10 Jahren, die miteinander knobeln mögen, am besten mit drei oder vier Personen. Die Regeln sind rasch gelernt, es wird viel kommuniziert, und weil keine Person das ganze Bild kennt, kann niemand den Ton angeben. Grenzen: Gegen Ende spielt Kartenglück mit, das Thema wirkt beliebig, und wer unbedingt selbst gewinnen will, ist im Koop-Spiel falsch.

So gelingt der Einstieg

  • Vor der ersten Partie ein Beispiel durchgehen: Eine gelbe 1 schlägt eine weiße 5 über die Farbe, die weiße 5 schlägt die gelbe 1 über die Zahl.
  • Weiße Karten und Nullen kehren die Spielrichtung um; früh bedenken, wer danach dran ist, damit das Team nicht in eine Sackgasse gerät.
  • Auch bei vorzeitigem Ende zählt das Ergebnis: Je weniger Karten übrig bleiben, desto besser.

Im Detail

Varianten und Spielerzahl

Wave ist laut KOSMOS am 17. August 2023 erschienen und besteht aus 40 Karten. Laut Brettspielblog.ch zeigen die Karten Zahlen von 0 bis 5 in sechs Farben; jede Person hält fünf Karten, drei normale und zwei nach außen gedreht. Zahlen und Farben zu nennen ist verboten, ein Hinweis auf eine gute Karte erlaubt. Weiße Karten und Nullen wechseln die Richtung. Laut KOSMOS endet das Spiel vorzeitig, wenn jemand keine Karte legen kann; laut Brettspielblog.ch werden dann die Restkarten gezählt: je weniger, desto besser.

Was Rezensionen sagen

Brettspielblog.ch beschreibt Wave als Mix aus The Game und Hanabi, lobt die Kommunikation und die drei Varianten und nennt Kartenglück gegen Ende. Brettspielblog.ch rät, die Tipp-Regel nicht zu streng zu handhaben und Richtungswechsel einzuplanen, um nicht in eine Sackgasse zu laufen; die beste Spielerzahl sieht er bei 3 bis 4. Reich der Spiele nennt Wave ein Kartenspiel mit Glücksfaktor, am besten zu viert; das Streben, allein zu siegen, müsse man ablegen. Spieletest.at nennt als Plus, dass Wave schnell erlernt ist und mehrere Varianten bietet, als Minus ein beliebig wirkendes Szenario; ein Alpha-Spieler-Problem entstehe nicht, weil niemand alle Karten kenne. Luding trägt für Wave keine Auszeichnung ein.

Im Vergleich

Sky Team (ab 10, 2 Personen, ca. 15 bis 20 Minuten) und Bomb Busters (ab 10, 2 bis 5 Personen, ca. 30 Minuten) teilen mit Wave das Alter und die Förderbereiche Miteinander sowie Logik und Planen; alle drei fordern Perspektivenübernahme. Bei Sky Team darf man nicht über Würfelzahlen sprechen, bei Bomb Busters nicht über die eigenen Kabel, bei Wave nicht über Zahl oder Farbe. Wave passt zu Kindern ab 10, die gern gemeinsam tüfteln, und zu Runden zu dritt oder zu viert; weniger zu Kindern, die unbedingt selbst gewinnen wollen, und zu allen, die ein Spiel ganz ohne Kartenglück suchen.

Quellen

Häufige Fragen

Ab welchem Alter eignet sich Wave?

Die Altersangabe lautet ab 10 Jahren. Bereit sind Kinder, die sich gern in andere hineinversetzen und gemeinsam nach der besten Karte suchen. Weniger passt es zu Kindern, die unbedingt allein gewinnen wollen, denn das Team gewinnt oder verliert zusammen.

Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?

Eine Partie dauert etwa 25 Minuten. Es spielen 2 bis 4 Personen gemeinsam als Team; Rezensionen sehen drei oder vier als ideal. Gewonnen ist, sobald alle Karten abgelegt sind.

Was kann Wave fördern?

Das Spiel kann Miteinander sowie Logik & Planen fördern. Ein Hinweis setzt voraus, dass man sich in die sichtbaren Karten der anderen hineindenkt, und wer eine hohe Karte zu früh legt, bringt die Runde womöglich ins Stocken.

Kann eine Person alles bestimmen?

Kaum. Zwei der fünf Handkarten sind nach außen gedreht, daher kennt niemand alle Karten. Hinweise sind erlaubt, doch Zahl oder Farbe dürfen nie genannt werden.

Förderprofil

Miteinander – Regeln einhalten, abwechseln, sich in andere hineinversetzen; bei kooperativen Spielen gemeinsam gewinnen
Logik & Planen – vorausdenken, Probleme lösen und Strategien anpassen

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