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Verfühlt nochmal – Produktbild
ab 3 J. · ★ 4,0 · Tipp der Redaktion

Verfühlt nochmal

Nur die Hände dürfen schauen: Tastspiel, bei dem alle gleichzeitig die Beutel nach dem abgebildeten Holzteil abtasten.

So spielt es sich

Acht verschlossene Beutel liegen auf dem Tisch, in jedem steckt ein kleines Holzspielzeug. Eine aufgedeckte Karte zeigt, welches gesucht wird. Nach dem Startruf „Verfühlt nochmal!“ tasten alle gleichzeitig Beutel um Beutel ab, ohne hineinzuschauen. Wer das Teil zu spüren glaubt, öffnet den Beutel: Passt es auf den Umriss der Karte, gibt es die Karte, sonst ist man diese Runde raus. Wer die meisten Karten hat, gewinnt.

Was es fördern kann

Kern ist das Erkennen von Gegenständen allein durch Tasten: Durch den Beutel spürt das Kind Umriss, Kanten und Größe, setzt daraus ein Ganzes zusammen und gleicht es mit dem Bild auf der Karte ab – ein Übersetzen zwischen Tastsinn und Sehen, das schwieriger ist, als es aussieht. Weil ein Fehlgriff die Runde kostet, lohnt es sich, nicht vorschnell zu öffnen. Wer beschreibt, was er fühlt, übt Wörter für Formen.

Taktile Wahrnehmung●●●●●
Formen erkennen & zuordnen●●●●●
Impulskontrolle●●●●●
Stimmen aus der Community: Das Spiel stammt von Heinz Meister, dessen „Bärenstark“ 2002 für das Kinderspiel des Jahres nominiert war. Verlag und eine Schweizer Ludothek führen es als Lernspiel. Dass es im Grundspiel turbulent zugeht, weil alle gleichzeitig suchen, sagt schon die Anleitung; sie schlägt zum Einstieg die ruhigere Variante vor, in der nacheinander getastet wird.
Unser Tipp für Eltern: Mit fünf, sechs deutlich verschiedenen Teilen beginnen. Später eigene Gegenstände wie einen Korken ergänzen: Umriss auf eine Blanko-Karte zeichnen und das Kind beschreiben lassen, was es spürt.

Besonders geeignet für

  • Kindergartenkinder, die gern fühlen und wühlen
  • Kurze Runden zu zweit mit einem Elternteil
  • Gemischte Altersgruppen: Ältere tasten einhändig

Weniger geeignet für

  • Kinder, die im Gerangel schnell frustriert sind
  • Ältere Schulkinder – zehn Holzteile sind bald vertraut

Unser Fazit

Verfühlt nochmal lohnt sich für Kinder ab 3 Jahren, die gern in Beutel greifen und Dinge ertasten, auch für eine kurze Runde mit nur einem Elternteil. Das Ertasten und Vergleichen mit dem Kartenbild bildet den Kern, und die Anleitung nennt Abstufungen für gemischte Altersgruppen. Grenzen: Das Grundspiel ist turbulent, und ältere Schulkinder kennen die zehn Holzteile bald.

So gelingt der Einstieg

  • Vorab klären, dass nicht in die Beutel geschaut und kein Beutel aus fremden Händen genommen wird.
  • Bei gemischtem Alter die Älteren nur mit einer Hand tasten lassen.
  • Den Startruf „Verfühlt nochmal!“ gemeinsam rufen, damit alle zugleich loslegen.

Im Detail

Varianten und Spielerzahl

Die aktuelle HABA-Ausgabe (Art. 1304508001) ist laut Verlag für 2 bis 4 Personen ab 3 Jahren; Autor ist Heinz Meister, die Illustration stammt von Christine Faust. In der Schachtel liegen 8 Zauberbeutel, 10 Holzteile, 10 Kärtchen und 10 Blanko-Kärtchen; gespielt wird mit 8 Holzteilen in 8 verschlossenen Beuteln. Laut Spielregel tasten alle gleichzeitig, ohne hineinzusehen; die Regel kündigt an, es werde „ganz schön turbulent“ zugehen, und schlägt zum Einstieg eine ruhigere Variante vor, bei der nacheinander getastet wird. Zur Erleichterung nennt die Regel 5 bis 6 gut unterscheidbare Teile, zur Erschwernis nur eine Hand – bei gemischtem Alter tasten die Älteren einhändig – sowie eine Variante mit eigenen Gegenständen wie Korken, Münze oder Tannenzapfen auf Blanko-Karten.

Was Rezensionen sagen

Eine unabhängige Rezension ist zu Verfühlt nochmal nicht verzeichnet. HABA nennt es ein „lustiges Lernspiel“, die Ludothek Teufen führt es im Genre „Lernspiel“. Die Spielregel nennt das Erfühlen der Form „gar nicht so einfach“. Für das Spiel selbst ist keine Auszeichnung verzeichnet; Autor Heinz Meister war laut der Spiel-des-Jahres-Datenbank mit „Bärenstark“ 2002 für das Kinderspiel des Jahres nominiert.

Im Vergleich

Foto Fish (ab 4, 2 bis 4 Personen, ca. 15 Minuten) gehört wie Verfühlt nochmal zum Förderbereich Wahrnehmung und Tempo; bei Foto Fish werden visuelles Suchen und Verarbeitungstempo gefordert, bei Verfühlt nochmal die taktile Wahrnehmung. Socken zocken (ab 4, 2 bis 6 Personen, ca. 10 Minuten) teilt mit Verfühlt nochmal den Förderbereich Wahrnehmung und Tempo und fordert wie Verfühlt nochmal Impulskontrolle; wie bei Verfühlt nochmal suchen auch bei Socken zocken alle gleichzeitig. Verfühlt nochmal passt zu Kindergartenkindern, die gern fühlen und wühlen, und zu kurzen Runden zu zweit mit einem Elternteil; Kindern, die im Gerangel schnell frustriert sind, und älteren Schulkindern liegt es weniger.

Quellen

Häufige Fragen

Ab welchem Alter eignet sich Verfühlt nochmal?

Die Altersangabe lautet ab 3 Jahren. Bereit sind Kinder, die gern in Beutel greifen und Dinge befühlen. Ältere Schulkinder kennen die zehn Holzteile bald, was den Reiz für sie begrenzt.

Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?

Eine Partie dauert etwa 5 bis 10 Minuten. Es spielen 2 bis 4 Personen gegeneinander, und wer am Ende die meisten Kärtchen hat, gewinnt. Weil es so kurz ist, passt auch eine Runde mit nur einem Elternteil.

Was kann Verfühlt nochmal fördern?

Das Spiel kann Wahrnehmung & Tempo sowie Sprache fördern. Kinder erspüren die Form eines Teils durch den Stoff und vergleichen sie mit dem Kartenbild; wer laut beschreibt, was die Finger spüren, sammelt Begriffe für Formen.

Geht es sehr turbulent zu?

Im Grundspiel ja, denn alle suchen zeitgleich. Die Anleitung rät deshalb für den Einstieg zu einer ruhigeren Variante, bei der die Beutel der Reihe nach abgetastet werden. Das kommt Kindern entgegen, die im Durcheinander schnell die Geduld verlieren.

Förderprofil

Wahrnehmung & Tempo – schnell erfassen und auch unter Zeitdruck genau bleiben
Sprache – Wortschatz, Erzählen und Sprachverständnis

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