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Confusion – Produktbild
ab 10 J. · ★ 3,8

Confusion

Blitzschnell die fehlende Farbe nennen und den farbigen Grund ausblenden – ein Stroop-Reaktionsspiel, das Auge und Zunge in die Irre führt.

So spielt es sich

Alle bekommen eine gelbe, rote und blaue Karte. Reihum werden drei Würfel geworfen: Der Farbwürfel zeigt eine Farbe, der Wortwürfel ein Farbwort auf farbigem Grund, der nur ablenkt. Nennen beide verschiedene Farben, werfen alle blitzschnell die Karte der fehlenden Farbe ab und rufen sie. Stimmen sie überein, gilt der Aktionswürfel: klatschen, trommeln, „Psst“ rufen oder Arme hochreißen, ohne „Wow“ zu rufen. Richtig reagieren bringt einen kleinen Chip, Fehler oder letzter Platz kosten einen. Wer zuerst drei große Chips (ein großer = drei kleine) sammelt, gewinnt.

Was es fördern kann

Ähnlich wie im Stroop-Test stehen sich Wort und Farbe im Weg: Gezählt wird das Wort, doch die Hintergrundfarbe des Wortwürfels springt ins Auge und muss ausgeblendet werden. Bei jedem Wurf gilt entweder die Karten- oder die Aktionsregel – ein schneller Wechsel, der kognitive Flexibilität fordert. Die Arme hochzureißen, ohne „Wow“ zu rufen, verlangt gezielte Impulskontrolle; in „Professional“ zählt bei einem Kreis die Hintergrundfarbe statt des Wortes.

Impulskontrolle●●●●●
Reaktionstempo●●●●●
Kognitive Flexibilität●●●●●
Stimmen aus der Community: Ravensburger führt das Würfelspiel von Holger Martin in der Reihe „Die flotten Kleinen“ und beschreibt es als Reaktionsspiel, das Konzentration, Reaktion und Vergnügen am Chaos verlangt. Die Anleitung räumt ein, dass sich in der Hektik nicht immer prüfen lässt, wer was wann getan hat.
Unser Tipp für Eltern: Zum Einstieg ohne Aktionswürfel spielen (bei Übereinstimmung neu würfeln) und nur Fehler zählen lassen, nicht Langsamkeit. Sitzt das, Aktionen und später „Professional“ ergänzen.

Besonders geeignet für

  • Familien mit Kindern ab 10, die gern lachen
  • Kinder, die schon flüssig lesen
  • Kurze Runden unterwegs oder als Spieleabend-Auftakt

Weniger geeignet für

  • Kinder, die noch mühsam lesen
  • Runden, die über „Wer war Letzter?“ streiten

Unser Fazit

Confusion lohnt sich für lachfreudige Familien, deren Kinder ab 10 flüssig lesen, als Reaktionsspiel für kurze Partien auf Reisen oder zum Aufwärmen am Spieleabend. Die Stärke: schnelle Reaktionen, bei denen Wort und Farbe einander in die Quere kommen. Grenzen setzen mühsames Lesen und Streit darüber, wer zuletzt reagiert hat.

So gelingt der Einstieg

  • Vor der ersten Runde klären, dass der farbige Grund des Wortwürfels keine Rolle spielt: Er soll nur ablenken.
  • Vorab vereinbaren, bei Streit über die letzte Reaktion nicht nachzuhaken, sondern locker weiterzuspielen.

Im Detail

Varianten und Spielerzahl

Laut Ravensburger ist Confusion ein Würfelspiel ab 10 Jahren für 2 bis 5 Personen mit einer Spielzeit von ca. 15 Minuten, erschienen in der Reihe „Die flotten Kleinen“. Zum Inhalt gehören laut Verlag ein Farbwürfel, ein Wortwürfel, ein Aktionswürfel, 19 kleine und 19 große Chips sowie 15 Confusion-Karten in drei Farben. Laut Spielanleitung erhält jede Person eine gelbe, rote und blaue Karte; die Hintergrundfarben des Wortwürfels werden ignoriert und dienen nur der Irritation. Sind Farbe (Farbwürfel) und Wort (Wortwürfel) verschieden, wirft man die Karte der nicht gezeigten Farbe ab und ruft die Farbe; sind sie gleich, gilt der Aktionswürfel (klatschen, auf den Tisch trommeln, „Psst“ rufen oder die Arme hochreißen, ohne „Wow“ zu rufen). Bei der Variante „Confusion Professional“ zählt bei einem Kreis auf dem Farbwürfel die Farbe des Wortwürfels statt des Wortes.

Was Rezensionen sagen

Eine unabhängige Rezension ist zu Confusion nicht verzeichnet. Ravensburger beschreibt Confusion als Reaktionsspiel, das von den Mitspielern Konzentration, Reaktion und Vergnügen am Chaos verlange. Die Spielanleitung räumt ein, dass sich in der Hektik nicht immer prüfen lässt, wer was wann getan hat, und rät, nicht zu verbissen zu spielen.

Im Vergleich

Ligretto (ab 8, 2 bis 4 Personen, ca. 10 Minuten) fordert wie Confusion Wahrnehmung und Tempo, dazu die Feinmotorik; die Hand muss mitten in der Bewegung stoppen, wenn jemand schneller war. Unter Spannung (ab 8, 2 bis 4 Personen, ca. 15 Minuten) teilt mit Confusion die Bereiche Wahrnehmung und Tempo sowie Flexibilität; dazu kommt der Bereich Zahlen und Rechnen (Kopfrechnen, wofür sicheres Plus und Minus bis 10 vorausgesetzt wird). Ligretto und Unter Spannung liegen Kindern, die unter Zeitdruck blockieren, weniger. Confusion (ab 10, 2 bis 5 Personen, ca. 15 Minuten) hat als einziges der drei Spiele die Impulskontrolle unter den Förderbereichen und liegt Kindern, die schon flüssig lesen, mehr als solchen, die noch mühsam lesen.

Quellen

Häufige Fragen

Ab welchem Alter eignet sich Confusion?

Confusion ist ab 10 Jahren angegeben. Bereit ist ein Kind, wenn es Farbwörter mühelos liest und blitzschnell reagiert, ohne sich vom Hintergrund ablenken zu lassen. Wer noch mühsam liest, ist hier weniger gut aufgehoben.

Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?

Eine Partie dauert etwa 15 Minuten. Es spielen 2 bis 5 Personen gegeneinander. Das Spiel endet, sobald jemand drei große Chips hat; drei kleine Chips lassen sich gegen einen großen tauschen.

Was kann Confusion fördern?

Das Spiel kann Wahrnehmung und Tempo, Impulskontrolle und Flexibilität fördern. Wie beim Stroop-Test stören sich Wort und Farbe, je nach Wurf zählt mal die Karten-, mal die Aktionsregel, und bei einer Aktion heißt es, die Arme zu heben und still zu bleiben.

Ist Confusion laut und hektisch?

Ja, es wird gerufen, geklatscht und auf den Tisch getrommelt, der Verlag spricht von Vergnügen am Chaos. Dass im Eifer nicht jeder Ablauf nachprüfbar ist, gibt auch die Anleitung zu und empfiehlt, das Spiel nicht zu verbissen zu nehmen.

Förderprofil

Wahrnehmung & Tempo – schnell erfassen und auch unter Zeitdruck genau bleiben
Impulskontrolle – abwarten können, genau hinschauen und im richtigen Moment reagieren
Flexibilität – zwischen Regeln und Perspektiven umschalten

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