So spielt es sich
Fünfzig Zahlenkarten (1 bis 10, fünf Farben) kommen auf zwei Stapel: einer steigt ab 1, einer fällt ab 10, beliebig große Sprünge erlaubt. Alle halten zwei Handkarten, legen pro Zug mindestens eine und ziehen nach. Rückwärtstrick: Eine Karte in der Farbe der obersten Stapelkarte darf gegen die Richtung gelegt werden. Konkrete Zahlen nennen ist tabu, „eine hohe Blaue“ erlaubt. Liegen alle Karten, gewinnt das Team; kann jemand nicht legen, verlieren alle.
Was es fördern kann
Wohin mit der 6, wenn der steigende Stapel bei 4 und der fallende bei 9 steht? Von 4 auf 6 fällt nur die 5 weg, von 9 auf 6 die 8 und die 7: Abstände werden zu Kosten. Ob man die zweite Karte gleich legt oder aufspart, fordert Planung und etwas Impulskontrolle. Weil Zahlen tabu sind, verlangen Hinweise wie „eine kleine Rote“ das Formulieren und Deuten aus Sicht der anderen.
Besonders geeignet für
- Schulkinder ab 8, die gern mit Zahlen hantieren
- Kinder, die Wettkampfdruck schlecht aushalten
- Kurze Runden, gern mehrere hintereinander
Weniger geeignet für
- Erfahrene Runden, die schnell unterfordert sind
- Kinder, die Pech beim Nachziehen schwer verkraften
Unser Fazit
The Game: Quick & Easy lohnt sich für Familien mit Schulkindern ab 8 Jahren, die lieber gemeinsam gegen das Spiel antreten als gegeneinander. Tempo und einfache Regeln machen es zu einer häufigen Empfehlung für Einsteiger. Die Grenzen: Das Nachziehglück entscheidet manche Partie, und erfahrene Runden sind schnell unterfordert.
So gelingt der Einstieg
- Den Rückwärtstrick früh zeigen: Eine Karte in der Farbe der obersten Stapelkarte darf gegen die Richtung gelegt werden, was in dieser Fassung häufiger gelingt.
- Vor der ersten Partie üben, Karten zu umschreiben, etwa als „mittlere rote Karte“, ohne eine Zahl zu nennen.
- Nach einer Partie gleich die nächste anhängen: Die Partien sind kurz und enden oft durch Nachziehpech.
Im Detail
Varianten und Spielerzahl
Laut Wikipedia stammt The Game: Quick & Easy von Steffen Benndorf (NSV, Januar 2020); Luding und Roter Dorn nennen 2 bis 5 Personen ab 8 Jahren, ca. 10 Minuten. Laut Wikipedia gibt es Zahlenkarten von 1 bis 10 in fünf Farben und zwei Stapel; man hält zwei Handkarten und legt pro Zug mindestens eine. Über Farben oder die Größe der Zahlen darf man laut Brettspielblog.ch sprechen, nie über konkrete Werte. Das Brettspiele-Magazin und Brettspielblog.ch beschreiben eine Profivariante mit einer Karte, in der keine Höhen genannt werden, nur Farben.
Was Rezensionen sagen
Das Grundspiel The Game war laut Wikipedia 2015 eines von drei für das Spiel des Jahres nominierten Spielen. Das Brettspiele-Magazin findet The Game: Quick & Easy leichter und schneller; für Profis sei es zu leicht, mit Kindern und Familie bestens geeignet, ein Verlust komme eher durch Nachziehpech. InGame nennt den Rückwärtstrick häufiger anwendbar, das Spiel einsteigerfreundlich und für Kenner eine Spur zu leicht. Brettspielblog.ch nennt einen Glücksfaktor, der Partien frühzeitig enden lassen kann. Spielevater schreibt, nach über 50 Partien seien Erfolge eher selten und „Easy“ treffe nur auf die Regeln zu.
Im Vergleich
Zombie Kidz Evolution (ab 7, 2 bis 4 Personen, ca. 15 Minuten) teilt mit The Game: Quick & Easy die Förderbereiche Miteinander sowie Logik und Planen; The Game: Quick & Easy hat zusätzlich Zahlen und Rechnen. Bandido (ab 6, 1 bis 4 Personen, ca. 15 Minuten) teilt mit The Game: Quick & Easy ebenfalls Miteinander sowie Logik und Planen und lässt sich auch allein spielen. The Game: Quick & Easy passt zu Schulkindern ab 8, die gern mit Zahlen hantieren, zu Kindern, die Wettkampfdruck schlecht aushalten, und zu kurzen Runden; erfahrenen Runden, die schnell unterfordert sind, und Kindern, die Pech beim Nachziehen schwer verkraften, liegt es weniger.
Quellen
Häufige Fragen
Ab welchem Alter eignet sich The Game: Quick & Easy?
Die Altersangabe lautet ab 8 Jahren. Bereit sind Kinder, die Zahlen von 1 bis 10 mögen und es verkraften, wenn eine Partie ohne eigene Schuld am Kartenzug scheitert.
Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?
Eine Partie dauert etwa 10 Minuten. Es spielen 2 bis 5 Personen als Team: Alle gewinnen oder verlieren gemeinsam, wodurch der Wettkampfdruck entfällt. Weil die Partien kurz sind, folgen oft mehrere hintereinander.
Was kann The Game: Quick & Easy fördern?
Das Spiel kann Miteinander, Logik & Planen sowie Zahlen & Rechnen fördern. Liegt zum Beispiel eine 4 auf dem steigenden und eine 9 auf dem fallenden Stapel, überspringt die 6 beim steigenden nur eine Zahl, beim fallenden zwei.
Darf man über die Karten reden?
Ja, aber nur ungefähr: Hinweise auf Farbe und Größe wie „eine hohe Blaue“ sind erlaubt, konkrete Zahlen sind tabu. Dabei lässt sich üben, Karten so zu umschreiben, dass die anderen sie richtig deuten.



