So spielt es sich
108 Karten zeigen sechs Symbole in sechs Farben, jede Kombination dreimal. Alle halten neun Handkarten und spielen pro Zug mindestens eine aus: Man beginnt eine Reihe aus mindestens drei Karten und/oder legt an bestehende an. In einer Reihe haben alle Karten dieselbe Farbe oder dasselbe Symbol, nie zwei gleiche. Ähnlich wie bei Rummikub darf man Ausliegendes umgruppieren, solange am Ende jede Reihe mindestens drei Karten hat. Wer eine Reihe auf sechs bringt, nimmt sie als Qwirkle an sich. Die meisten Qwirkle gewinnen.
Was es fördern kann
Jede Karte kann in zwei Reihenarten passen: Das grüne Quadrat gehört zu den grünen Karten oder zu den Quadraten. Das Wechseln zwischen den Sortierregeln Farbe und Form fordert kognitive Flexibilität. Umgruppieren ist Problemlösen: Welche Karte lässt sich wegnehmen, ohne dass eine Reihe unter drei fällt? Die Zwischenschritte beanspruchen das Arbeitsgedächtnis. Dazu kommt Voraussicht: Wer eine Reihe auf fünf Karten bringt, kann dem Nächsten den Qwirkle zuspielen.
Besonders geeignet für
- Schulkinder ab 8, die gern sortieren und knobeln
- Qwirkle-Fans, die eine kleine Reiseausgabe suchen
- Familien, die Rummikub mögen
Weniger geeignet für
- Kinder mit Farbsehschwäche, besonders bei schwachem Licht
- Kinder, die weggeschnappte Qwirkle schwer verkraften
Unser Fazit
Qwirkle Cards lohnt sich für Kinder ab acht, die Freude am Sortieren und Tüfteln haben, und für Rummikub-Fans in der Familie. Die Stärke: einfache Regeln, eine kleine reisetaugliche Schachtel und viel Wechselspiel, weil Mitspielende einem den Qwirkle vor der Nase wegnehmen können. Grenzen setzen der geringe Tiefgang und Farben, die sich im Dämmerlicht schlecht auseinanderhalten lassen.
So gelingt der Einstieg
- Die Anleitung schlägt vor, Symbolreihen nebeneinander und Farbreihen darunter auszulegen.
- Wer neu ist, lässt in der ersten Partie das Umgruppieren als Hausregel noch weg und nimmt es später dazu.
- Beim Umgruppieren merken, aus welcher Reihe eine Karte stammt, damit sich ein Fehlversuch zurücknehmen lässt.
Im Detail
Varianten und Spielerzahl
Laut Schmidt Spiele (Art.-Nr. 75034) ist Qwirkle Cards von Susan McKinley Ross für 2 bis 4 Personen ab 8 Jahren gedacht. Die Spielregel (Deutsch, Französisch, Italienisch) nennt 108 Karten, jedes Symbol dreimal in sechs Farben. Alle halten neun Handkarten und ziehen am Zugende auf neun nach. Eine Reihe besteht aus mindestens drei Karten gleicher Farbe oder gleichen Symbols, keine Karte kommt doppelt vor. Ausliegende Karten dürfen umgruppiert werden, wenn am Ende jede Reihe mindestens drei Karten hat. Die sechste Karte einer Reihe ergibt einen Qwirkle; wer die meisten Qwirkle hat, gewinnt.
Was Rezensionen sagen
Laut Wikipedia erhielt das Original Qwirkle 2011 die Auszeichnung Spiel des Jahres; 2015 erschien mit Qwirkle Cards eine Kartenspielversion. Reich der Spiele (Johannes Halbig, 14. Oktober 2015) nennt Qwirkle Cards kein Spiel mit großem Tiefgang und ohne Neuerungen, es lande aber zwischendurch gern auf dem Tisch. BRDGMZ findet, Qwirkle Cards ähnele Rummikub, die Regeln seien einfach und schnell verstanden, und die Interaktion sei groß, weil Mitspielende einem Karten für den Qwirkle wegnehmen können. Laut BRDGMZ ist die kleine Schachtel gut für Reisen, die Farben sind bei Dunkelheit schwer zu unterscheiden, und für Farbenblinde ist das Spiel schwierig.
Im Vergleich
Qwirkle (ab 8, 2 bis 4 Personen, 30 bis 45 Minuten) hat wie Qwirkle Cards (ab 8, 2 bis 4 Personen, ca. 30 Minuten) die Förderbereiche Flexibilität sowie Logik und Planen, dazu Wahrnehmung und Tempo. Beim Original legt man Holzsteine in einer Linie an und zählt Punkte; bei Qwirkle Cards gewinnt, wer die meisten Qwirkle hat. Sequence (ab 7, 2 bis 12 Personen, ca. 30 Minuten) hat ebenfalls Flexibilität sowie Logik und Planen: Man bildet mit Chips Fünferreihen auf einem Spielplan. Qwirkle Cards passt zu Schulkindern ab 8, die gern sortieren und knobeln; Kindern mit Farbsehschwäche, besonders bei schwachem Licht, liegt es weniger.
Quellen
Häufige Fragen
Ab welchem Alter eignet sich Qwirkle Cards?
Qwirkle Cards ist ab 8 Jahren angegeben. Bereit ist ein Kind, wenn es gern sortiert, mit zwei Sortierregeln zugleich zurechtkommt und es verkraftet, wenn ihm ein Qwirkle weggeschnappt wird. Bei Farbsehschwäche sind Farben im Dämmerlicht schwer zu unterscheiden.
Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?
Eine Partie dauert etwa 30 Minuten, es spielen 2 bis 4 Personen gegeneinander. Wer die meisten Qwirkle gesammelt hat, gewinnt; ein Qwirkle entsteht, wenn eine Reihe auf sechs Karten wächst.
Was kann Qwirkle Cards fördern?
Qwirkle Cards kann Flexibilität sowie Logik und Planen fördern. Das grüne Quadrat kann zu grünen Karten oder zu Quadraten gehören, die Sortierregel wechselt also. Beim Umgruppieren ist zu prüfen, welche Karte wegfallen darf, damit jede Reihe mindestens drei Karten behält.
Worin unterscheidet sich Qwirkle Cards vom Holzspiel?
Das Prinzip ist verwandt, die Kartenversion kommt aber in einer kleinen, reisetauglichen Schachtel. Eine Rezension nennt sie allerdings ein Spiel ohne große Neuerungen.



