So spielt es sich
Zwei Personen bilden ein Team, ziehen eine Karte und wählen heimlich einen Begriff aus drei Schwierigkeitsstufen. Wortlos erklären sie ihn mit Spielsteinen auf den über hundert Piktogrammen des Spielplans: erst das grüne Fragezeichen für die Begriffsart („Biene“ ist ein Tier), dann Würfel für Merkmale wie „fliegt“ oder „gelb“. Die anderen raten; das Team darf nur „Ja“ sagen. Wer zuerst richtig liegt, erhält zwei Punkte, die Erklärenden je einen. Nach zwölf Karten gewinnt, wer die meisten Punkte hat.
Was es fördern kann
Das Erklärteam zerlegt den Begriff in Merkmale und überlegt, welches Piktogramm die Ratenden in welcher Reihenfolge auf die Spur bringt: gefragt sind Perspektivenübernahme und Planen. Weil ein Piktogramm je nach Begriff Verschiedenes bedeutet, braucht es kognitive Flexibilität; kommen die anderen nicht weiter, setzt das Team neu an, statt am ersten Einfall zu kleben. Wer rät, hält mehrere Hinweise im Arbeitsgedächtnis und sucht das passende Wort.
Besonders geeignet für
- Kinder ab 10, die gern um die Ecke denken
- Gemischte Runden ab vier, Großeltern inklusive
- Familien, die gern ohne Zeitdruck rätseln
Weniger geeignet für
- Sehr wörtlich denkende Kinder – Symbole wirken sperrig
- Zu dritt – erst ab vier Personen spielbar
Unser Fazit
Concept lohnt sich für Runden ab vier Personen über mehrere Generationen, in denen Kinder ab 10 und Erwachsene gern ungewöhnliche Denkwege gehen und ohne Zeitdruck rätseln. Die Stärke: Alle sind ständig beteiligt, 2014 gab es den französischen As d’Or. Grenzen setzen eine gewisse Anlaufzeit und Begriffe, die sich mit Symbolen kaum ausdrücken lassen.
So gelingt der Einstieg
- Immer zuerst die Art des Begriffs mit dem grünen Fragezeichen festlegen, zum Beispiel „Tier“, und erst danach Merkmale mit den Würfeln ergänzen.
- Führt ein Hinweis in die Irre, die Steine wieder wegnehmen und neu ansetzen, statt den ersten Einfall zu verteidigen.
Im Detail
Varianten und Spielerzahl
Laut der offiziellen Anleitung von Asmodee bilden zwei Personen ein Team und ziehen eine Karte mit drei Schwierigkeitsstufen; die blaue ist einfach und ideal für die erste Partie. Erklärt werden Wörter, Werktitel oder Redensarten mit Spielsteinen auf den Piktogrammen des Spielplans; geantwortet wird nur mit „Ja“. Wer will, spielt laut Anleitung auch ohne Punkte; ein Zeitmesser gehört nicht zum Material. Concept stammt von Alain Rivollet und Gaëtan Beaujannot, erschien bei Repos Production und ist für 4 bis 12 Personen gedacht.
Was Rezensionen sagen
Die Jury Spiel des Jahres, die Concept 2014 nominierte, lobt ungewöhnliche Denkpfade und das Einlassen auf die Gedankensprünge der Mitspielenden. Laut Wikipedia gewann es 2014 den As d’Or – Jeu de l’Année. Reich der Spiele nennt es ein sehr kommunikatives Spiel, das sich nicht sofort locker losspielen lasse; die Gruppe habe die Punktevergabe schnell aufgegeben. Board Game Quest hebt hervor, dass niemand warten muss und alle ständig beteiligt sind, hält das Punktesystem aber für unnötig; bei schwierigen Begriffen fehlten passende Icons, man bleibe stecken, und analytisch-wörtlich Denkende könnten frustriert sein.
Im Vergleich
Codenames (ab 10, 2 bis 8 Personen, ca. 15 Minuten) führt dieselben drei Förderbereiche wie Concept: Flexibilität, Sprache und Miteinander. Beide fordern Wortschatz und Assoziation, kognitive Flexibilität und Perspektivenübernahme. Bei Codenames geben die Geheimdienstchefs ein Wort und eine Zahl vor, bei Concept erklärt ein Zweierteam wortlos mit Spielsteinen. Gruppen mit sehr unterschiedlichem Wortschatz liegt Codenames weniger. Just One (ab 8, 3 bis 7 Personen, ca. 20 Minuten) führt ebenfalls Sprache, Miteinander und Flexibilität; alle spielen in einem Team, und die Hinweise werden verdeckt aufgeschrieben. Kindern, denen Lesen und Schreiben noch schwerfällt, liegt Just One weniger. Concept passt zu Kindern ab 10, die gern um die Ecke denken, und zu gemischten Runden ab vier; sehr wörtlich denkenden Kindern wirken die Symbole sperrig.
Quellen
Häufige Fragen
Ab welchem Alter eignet sich Concept?
Concept ist ab 10 Jahren angegeben. Bereit ist ein Kind, wenn es gern auf Umwegen denkt und dasselbe Symbol in verschiedenen Zusammenhängen verstehen kann. Kinder, die streng wörtlich denken, tun sich mit den Symbolen oft schwer.
Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?
Eine Partie dauert etwa 40 Minuten. Es spielen 4 bis 12 Personen: Zwei erklären als Team, die übrigen raten um die Wette. Nach zwölf Karten ist Schluss; zu dritt lässt sich das Spiel nicht spielen.
Was kann Concept fördern?
Das Spiel kann Flexibilität, Sprache und Miteinander fördern. Das Team zerlegt einen Begriff wie „Biene“ in Merkmale, etwa Tier, fliegt, gelb, und überlegt, welches Symbol den Ratenden am ehesten weiterhilft; kommen sie nicht voran, setzt es neu an.
Wie wird ohne Worte erklärt?
Mit Spielsteinen, die auf Piktogramme des Spielplans gesetzt werden. Das grüne Fragezeichen markiert zuerst die Art des Begriffs, danach beschreiben Würfel Eigenschaften, etwa ob etwas fliegt oder welche Farbe es hat. Auf Rateversuche darf nur mit „Ja“ geantwortet werden.



