So spielt es sich
In der Metalldose liegen ein Esel und Stäbchen in vier Farben, alles aus Holz. Jede Person wählt eine Farbe und nimmt alle Stäbchen davon. Wer beginnt, legt das erste Stäbchen auf den Sattel, eine rote Scheibe auf dem Eselsrücken. Reihum kommt je Zug genau ein Stäbchen auf den wachsenden Stapel. Rutschen Stäbchen herunter, auch schon liegende, nimmt man alle heruntergefallenen zu sich. Wer zuerst keine mehr hat, gewinnt.
Was es fördern kann
Im Mittelpunkt steht die Feinmotorik: das Stäbchen mit spitzen Fingern führen, behutsam absenken und ohne Ruck loslassen – schon ein Zittern oder ein Stoß gegen den Tisch bringt den Stapel ins Rutschen. Dazu kommt ein Gespür für den Stapel: Wo bleibt ein Stäbchen liegen, wo bringt es alles ins Wanken? Das fordert räumliches Denken. Und fällt der Stapel doch, ist das Zurücknehmen eine kleine Übung in Frustrationstoleranz.
Besonders geeignet für
- Kinder ab 5 mit Freude am Stapeln
- Kurze Runden zwischendurch, auch mit Großeltern
- Mitbringspiel für Besuche und Ferien
Weniger geeignet für
- Kinder, die Rückschläge noch schwer verkraften
- Erwachsenenrunden, die nach Taktik suchen
Unser Fazit
Packesel lohnt sich für Kinder ab 5 Jahren mit Freude am Stapeln und als Mitbringspiel für kurze Runden, auch mit Großeltern: Die Regel besteht aus wenigen Sätzen, und die stabile Metalldose taugt für unterwegs. Grenzen sind kaum Strategie, die Einsturzgefahr, die mit jedem Stäbchen wächst, und wenig Spaß in reinen Erwachsenenrunden.
So gelingt der Einstieg
- Am besten den ersten Zug vormachen: Das erste Stäbchen kommt auf den Sattel, danach legt jede Person pro Zug genau eines.
- Vorab klären, dass man alle heruntergefallenen Stäbchen zu sich nimmt, auch bereits liegende.
Im Detail
Varianten und Spielerzahl
Laut der dreisprachigen Spielregel (Art.-Nr. 51235) gehören ein Packesel und Legestäbchen in verschiedenen Farben dazu; jede Person wählt eine Farbe. Das erste Stäbchen kommt auf den Sattel, danach legt man je Zug genau ein Stäbchen; wer beim Auflegen Stäbchen herunterwirft, nimmt alle heruntergefallenen zu sich, und wer zuerst keine mehr hat, gewinnt. Gedacht ist es laut Verlagsseite für 2 bis 4 Spieler ab 5 Jahren; bei der Dauer nennt der Verlag 10 Minuten, Cliquenabend und BoardGameGeek 15. Laut dem Händler bcd-jeux.fr vertreibt Schmidt das Spiel in Frankreich als „Le petit bourriquot“; die Seite nennt Kleinteile; das Spiel sei nicht für Kinder unter 36 Monaten.
Was Rezensionen sagen
Unter den ausgewerteten Quellen findet sich ein Testbericht von Cliquenabend zur Neuauflage in der Metallbox, der Packesel einen alten Klassiker nennt. Der Test nennt die Metallbox stabiler als mancher kleine Spielkarton und gut für unterwegs; die Anleitung bestehe aus wenigen Sätzen. Der Test merkt an, dass kaum Strategie möglich sei, der Glücksfaktor mit jedem Stäbchen steige und irgendwann der Turm einstürze; in reinen Erwachsenenrunden komme wenig Spaß auf.
Im Vergleich
Jenga (ab 6, für 1 oder mehr Personen, ca. 15 bis 20 Minuten) hat wie Packesel als einzigen Förderbereich die Feinmotorik. Bei Jenga zieht man einen Klotz aus einem Turm und legt ihn oben auf; allein kann man den eigenen Höhenrekord überbieten. Speed Colors (ab 5, 2 bis 5 Personen, ca. 15 Minuten) teilt mit Packesel das Alter und den Förderbereich Feinmotorik und führt Gedächtnis und Impulskontrolle dazu. Bei Speed Colors prägt man sich die Farben einer Karte ein und malt sie mit abwischbaren Filzstiften aus. Packesel passt zu Kindern ab 5 mit Freude am Stapeln und zu kurzen Runden, auch mit den Großeltern; Kindern, die Rückschläge noch schwer verkraften, und Erwachsenenrunden, die Taktik suchen, liegt es weniger.
Quellen
Häufige Fragen
Ab welchem Alter eignet sich Packesel?
Packesel ist ab 5 Jahren angegeben. Bereit sind Kinder, die gern vorsichtig stapeln und einen Einsturz wegstecken; wer Rückschläge noch schwer verkraftet, ist weniger gut bedient. Wegen der kleinen Holzteile ist es nicht für Kinder unter 3 Jahren gedacht.
Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?
Eine Partie dauert etwa 10 Minuten. Es spielen 2 bis 4 Personen gegeneinander; jede wählt eine Farbe, und wer zuerst keine Stäbchen mehr hat, gewinnt.
Was kann Packesel fördern?
Das Spiel kann die Feinmotorik fördern. Zum Beispiel wird das Stäbchen ruhig aufgelegt, ohne Ruck losgelassen und dabei der Tisch nicht angestoßen, damit der Stapel nicht ins Rutschen kommt.
Ist Packesel auch für Erwachsene spannend?
Eher nicht: Ein Magazin findet kaum Strategie, und unter Erwachsenen allein bleibe der Spaß gering. Das Spiel passt eher für kurze Runden zwischendurch mit Kindern, auch mit Großeltern.



