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Cocotaki – Produktbild
ab 5 J. · ★ 4,2 · Tipp der Redaktion

Cocotaki

Karten ablegen und das richtige Tiergeräusch machen – außer bei Rot, da gilt alles andersrum!

So spielt es sich

Gespielt wird wie Mau-Mau: Alle starten mit acht Karten und legen reihum eine Karte gleicher Farbe oder mit gleichem Tier ab – Hahn, Esel, Kuh, Biene, Hund, Schaf, Löwe oder Katze – und machen den passenden Laut. Rote Karten werden stumm gelegt, nur der rote Hahn verlangt ein lautes „Cocotaki!“. Schmetterlinge sind stumme Joker. Wer sich vertut und erwischt wird, zieht zwei Strafkarten; wer zuerst alle Karten abgelegt hat, gewinnt.

Was es fördern kann

Im Kern ist Cocotaki ein Bremsspiel: Der Automatismus „Kuh sehen, Muh sagen“ muss bei jeder roten Karte gestoppt werden – das fordert die Impulskontrolle. Beim roten Hahn genügt Schweigen nicht: Statt „Kikeriki“ muss „Cocotaki“ kommen. Weil Laut und Stille ständig wechseln, ist Umschalten gefragt (kognitive Flexibilität). Mit den Zusatzregeln – der Hahn lässt aussetzen, der Löwe dreht die Richtung – kommt das Arbeitsgedächtnis dazu. Da nur rechtzeitig gemeldete Fehler zählen, bleiben auch Wartende aufmerksam.

Impulskontrolle●●●●●
Kognitive Flexibilität●●●●●
Arbeitsgedächtnis●●●●●
Stimmen aus der Community: Die Jury Spiel des Jahres empfahl Cocotaki 2002 auf ihrer Liste zum Kinderspiel des Jahres und nennt es verrückt und turbulent: Kinder hätten großen Spaß, weil sie einmal laut sein dürfen. Rezensionen loben gute Stimmung und abgestufte Regeln für verschiedene Altersstufen; das Kartenglück entscheidet allerdings mit.
Unser Tipp für Eltern: Mit Jüngeren zuerst nur die Grundregel spielen und Fehler anfangs bloß ansagen, ohne Strafkarten. Klappt das Schweigen bei Rot, kommen Hahn, Esel und Löwe dazu.

Besonders geeignet für

  • Kindergartenkinder ab 5, die gern laut sind
  • Große Runden bis zehn Personen, auch auf Reisen
  • Kinder, die oft vorschnell reagieren

Weniger geeignet für

  • Geräuschempfindliche Kinder und ruhige Spielabende
  • Kinder, denen Tierlaute vor anderen peinlich sind

Unser Fazit

Cocotaki lohnt sich für Kinder, die ab 5 Jahren gern Lärm machen, und für Runden mit bis zu zehn Mitspielenden, auch unterwegs. Die Stärke: ausgelassene Stimmung und Regeln, die sich je nach Alter schrittweise erweitern lassen; 2002 stand es auf der Auswahlliste für das Kinderspiel des Jahres. Grenzen setzen der Lärm für Geräuschempfindliche und das Kartenglück.

So gelingt der Einstieg

  • Vor der ersten Runde die roten Karten zeigen: Hier bleibt es still, ausgenommen beim roten Hahn, der ein lautes „Cocotaki!“ verlangt.
  • Abmachen, dass Fehler vor dem nächsten Zug gemeldet werden und alle am Tisch melden dürfen, auch wer gerade wartet.

Im Detail

Varianten und Spielerzahl

Die Abstufung aus unserem Tipp für Eltern sieht schon die Spielregel vor: Mit jungen Kindern spielt man zuerst nur die Grundregel und nimmt die Zusatzregeln für Hahn, Esel und Löwe nach und nach dazu. Die französische Ausgabe erscheint bei Gigamic, das Spiel wird dort als sehr lebhafte Variante des „huit américain“ beschrieben, des französischen Gegenstücks zu Mau-Mau. In ihrer Spielregel rufen alle Hähne außer dem roten „Cocorico“. Der rote Hahn verlangt auch dort „Cocotaki!“.

Was Rezensionen sagen

Hans-Peter Stoll lobt bei Hall9000 die abgestuften Regeln, mit denen sich der Anspruch an Alter und Fähigkeiten anpassen lässt. Er hält zudem fest, dass bis zu zehn Personen mitspielen können und die Dauer kindgerecht ist. Laut Jeux de NIM erinnert die Mechanik an Uno, dazu kommen die Tierlaute. Das Urteil dort: Das Spiel „respire la bonne humeur“, versprüht also gute Laune. Es sei ab 5 zugänglich, und die Zusatzregeln brächten Abwechslung. Die Jury Spiel des Jahres beschreibt es als handlich und als Reisebegleiter. Einen Einwand hält Cliquenabend fest: Das Glück habe großen Einfluss auf das Spiel.

Im Vergleich

Kakerlakensalat (ab 6, 2 bis 6 Personen, ca. 30 Minuten) verlangt dieselben Fähigkeiten wie Cocotaki: Impulskontrolle, kognitive Flexibilität und Arbeitsgedächtnis. Es passt zu gemischten Runden, in denen auch Erwachsene stolpern, liegt aber Kindern weniger, die unter Zeitdruck oder beim Sprechen blockieren. Dodelido (ab 8, 2 bis 6 Personen, ca. 15 Minuten) fordert ebenfalls Impulskontrolle und Flexibilität und spricht flinke Kinder an, die Tempo mögen. Für ruhige Spielabende eignen sich alle drei weniger. Für Fünfjährige und für Runden mit mehr als sechs Personen bleibt Cocotaki die passende Wahl.

Quellen

Häufige Fragen

Ab welchem Alter eignet sich Cocotaki?

Cocotaki ist ab 5 Jahren angegeben. Bereit ist ein Kind, wenn es Farben und Tiere auf den Karten zuordnen und bei roten Karten still bleiben kann; zum Anfang genügt die Grundregel. Wer sich beim Nachahmen von Tieren vor anderen scheut, hat weniger Freude.

Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?

Eine Partie dauert etwa 15 Minuten. Es spielen 2 bis 10 Personen gegeneinander, Siegerin oder Sieger ist, wer die Hand als Erste oder Erster leer hat. Kurz und für viele geeignet, passt das Spiel auch auf Reisen.

Was kann Cocotaki fördern?

Das Spiel kann Flexibilität und Impulskontrolle fördern. Wer eine Kuh sieht, will sofort „Muh“ rufen; bei roten Karten muss dieser Impuls gebremst werden. Nur beim roten Hahn ist ein „Cocotaki“ gefragt, es wird also ständig zwischen Lärm und Stille umgeschaltet.

Ist Cocotaki laut?

Ja, das gehört zum Spiel: Bei den meisten Karten wird der passende Tierlaut gemacht; still bleibt es nur bei roten Karten (außer dem roten Hahn) und Schmetterlingen. Laut Jury haben Kinder großen Spaß daran, einmal laut zu sein. Ruhige Spielabende und geräuschempfindliche Kinder passen weniger.

Förderprofil

Flexibilität – zwischen Regeln und Perspektiven umschalten
Impulskontrolle – abwarten können, genau hinschauen und im richtigen Moment reagieren

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