So spielt es sich
Alle bauen ihre Becher zu vier oder fünf Stapeln vor sich auf; jeder Becher – blau, pink, grün oder violett – trägt eine andersfarbige Unterseite. Ein Knopfdruck zeigt auf dem Farbglücksrad zwei Startfarben, dann stapeln alle gleichzeitig auf zwei gemeinsame Türme links und rechts vom Rad, Unterseite nach oben: Jeder neue Becher muss so gefärbt sein wie die Unterseite zuoberst. Man nimmt nur den obersten Becher eigener Stapel. Wer zuerst alle Becher los ist, gewinnt.
Was es fördern kann
Rapid Cups ist Farbabgleich im Eiltempo mit eingebauter Falle: Am Turm zählt nicht die Farbe des obersten Bechers, sondern die seiner Unterseite – das verwirrt anfangs. Wahrnehmen, vergleichen, zugreifen fordert das Verarbeitungstempo. Wer nicht vorschnell zum scheinbar passenden Becher greift, übt Impulskontrolle und selektive Aufmerksamkeit. Weil die anderen die gesuchte Farbe laufend ändern, wandert der Blick zwischen beiden Türmen und den eigenen Stapeln. Dazu kommt Auge-Hand-Koordination beim Stapeln auf leicht wackelnde Türme.
Besonders geeignet für
- Schulkinder, die Tempo- und Farbenspiele mögen
- Kurze Duelle zu zweit zwischendurch
- Familienfeste und turbulente Partyrunden
Weniger geeignet für
- Erwachsenenrunden, die mehr Tiefgang suchen
- Kinder, die bei Hektik rasch überfordert sind
Unser Fazit
Rapid Cups lohnt sich für Schulkinder, die Farben- und Tempospiele lieben, und als turbulentes Zwischendurchspiel für lebhafte Runden. Die Stärke: Regeln, die sich in wenigen Worten erklären lassen, flotte Partien und Varianten für Anfänger wie Fortgeschrittene. Grenzen setzen die anfängliche Verwirrung durch die Farbe der Unterseite, der begrenzte Reiz für Erwachsene und das wenig Neue gegenüber ähnlichen Becherspielen.
So gelingt der Einstieg
- Die Regel zunächst im Wechsel und ohne Eile üben, bis die Unterseitenfarbe sitzt.
- In gemischten Altersgruppen bauen Jüngere ihre Stapel einfarbig auf, Ältere nehmen durchmischte Stapel und haben es damit schwerer.
- Vor der ersten Partie die 32 Unterseiten aufstecken; der Inhalt lässt sich in der Schachtel nicht sortieren.
Im Detail
Varianten und Spielerzahl
Laut Spielregel von Game Factory (© 2017) gehören 32 Becher in vier Farben, 32 aufsteckbare Unterseiten und ein Farbglücksrad zum Spiel. Zu zweit erhält jede Person 16 Becher in vier Stapeln, zu dritt je 10 in fünf, zu viert je 8 in vier. In der Standardvariante sind die Stapel gleichfarbig; für Profis kommt jede Farbe einmal pro Stapel vor. Die Regel nennt zudem eine Variante mit umgekehrter Farbregel für Profis und eine für Strategen, in der man reihum zieht.
Was Rezensionen sagen
Sofahelden (7. Juni 2018) findet das Spiel anfangs eher langsam, danach sehr unterhaltsam; nicht leicht zu realisieren sei, dass die Farbe des Bodens zählt. Mit80 (Wieland Herold, 13. Juli 2018) nennt es „NIMBLE mit Bechern“; der Spielreiz für Erwachsene sei begrenzt, Kinder seien angetan, am meisten Sechsjährige. Reich der Spiele (Armando Schmidt, 5. Oktober 2018) nennt es einfach und flott, kleine Kinder fänden schnell Zugang, das Prinzip bleibe aber immer gleich. Der brettspielblog.ch (22. August 2018) sieht Anleihen bei Speed Cups, nennt aber die Variabilität als Vorteil.
Im Vergleich
Make ’n’ Break (ab 8, 2 bis 4 Personen, ca. 30 Minuten) hat wie Rapid Cups (ab 8, 2 bis 4 Personen, ca. 10 Minuten) die Förderbereiche Feinmotorik sowie Wahrnehmung und Tempo, dazu Logik und Planen. Bei Make ’n’ Break bauen die Spielenden gleichzeitig ein Bauwerk von einer Karte nach; Kindern, die verlorene Wettrennen schwer verkraften, liegt es weniger. Hands up (ab 6, 2 bis 8 Personen, ca. 15 Minuten) hat dieselben drei Förderbereiche wie Rapid Cups: Feinmotorik, Wahrnehmung und Tempo sowie Impulskontrolle. Bei Hands up ahmt man Hand- und Armstellungen von Karten nach; Partien zu zweit liegen dem Spiel weniger, weil nur eine Person reagiert. Rapid Cups passt zu Schulkindern, die Tempo- und Farbenspiele mögen; Erwachsenenrunden, die mehr Tiefgang suchen, liegt es weniger.
Quellen
Häufige Fragen
Ab welchem Alter eignet sich Rapid Cups?
Rapid Cups ist ab 8 Jahren angegeben. Bereit ist ein Kind, wenn es Farben schnell vergleicht und mit Hektik zurechtkommt. Laut Rezensionen finden auch jüngere Kinder schnell Zugang und haben viel Spaß.
Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?
Eine Partie dauert etwa 10 Minuten, es spielen 2 bis 4 Personen gegeneinander. Alle stapeln gleichzeitig, und gewonnen hat, wer zuerst alle eigenen Becher los ist. Besonders gut passt es zu zweit.
Was kann Rapid Cups fördern?
Mit Rapid Cups lassen sich Feinmotorik, Wahrnehmung und Tempo sowie Impulskontrolle üben. Weil die Becher mit der Unterseite nach oben gestapelt werden, bestimmt deren Farbe den nächsten Becher. Wer hier nicht blind zugreift und ruhig auf wackelnde Türme stapelt, übt alle drei Bereiche.
Was, wenn ein Kind bei Hektik schnell überfordert ist?
Als Variante für Strategen wird reihum statt gleichzeitig gespielt, das nimmt die Hektik. Zudem bauen Jüngere ihre Stapel einfarbig auf, das ist leichter als durchmischte Stapel.



