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Mikado – Produktbild
ab 4 J. · ★ 4,0

Mikado

Stäbchen einzeln aus dem Haufen ziehen, ohne dass sich ein anderes bewegt – ruhige Hände und Geduld, ein zeitloses Geschicklichkeitsspiel.

So spielt es sich

Meist sind es 41 dünne Holzstäbchen mit spitzen Enden; farbige Markierungen zeigen den Wert, von 2 Punkten bis 20 für den Mikado. Gebündelt senkrecht auf den Tisch gestellt und losgelassen, fallen sie zu einem wirren Haufen. Wer dran ist, zieht Stäbchen für Stäbchen heraus: abheben, wegrollen oder an der Spitze herunterdrücken. Berührt oder bewegt man ein anderes, kommt die nächste Person an die Reihe. Den gewonnenen Mikado darf man als Hilfsstab nutzen. Die höchste Punktsumme gewinnt.

Was es fördern kann

Im Mittelpunkt steht die Feinmotorik: ruhige Hand, dosierte Kraft – ein Zittern, und es wackelt. Fast ebenso wichtig ist die Impulskontrolle: langsam bleiben, obwohl die Spannung steigt, und den verlockenden Mikado liegen lassen, wenn er eingeklemmt ist. Dazu kommt räumliches Denken: Welches Stäbchen liegt frei, welches obenauf, welches würde ein anderes mitziehen? Wer zuschaut, achtet auf jede Bewegung.

Feinmotorik & Handruhe●●●●●
Impulskontrolle●●●●●
Räumliches Denken●●●●●
Stimmen aus der Community: Ein Klassiker ohne bekannten Erfinder, von zahlreichen Verlagen aufgelegt. Spielerkommentare beschreiben ein einfaches Geschicklichkeitsspiel, das man aus der Kindheit kennt und leicht mitnimmt. Kritik gibt es an wenig Strategie und Wiederspielreiz für Erwachsene sowie an Streit darüber, ob sich ein Stäbchen bewegt hat.
Unser Tipp für Eltern: Gegen Streit ums Wackeln vorher festlegen, wer entscheidet. Mit Vierjährigen zuerst ohne Punkte spielen und nur deutliches Verrutschen als Fehler werten. Schwerer: nur der Mikado darf Hilfsstab sein.

Besonders geeignet für

  • Kinder ab 4, die gern behutsam tüfteln
  • Unterwegs – es braucht kaum Platz
  • Runden mit Großeltern, die es von früher kennen

Weniger geeignet für

  • Erwachsenenrunden, die Taktik und Abwechslung suchen
  • Schnell frustrierte Kinder – ein Wackler beendet den Zug

Unser Fazit

Mikado lohnt sich für Familien mit kleinen Kindern ab 4 Jahren, die ruhig mit den Fingern arbeiten wollen, und als leichtes Mitbringspiel für unterwegs: Die Regeln kennen viele aus der eigenen Kindheit. Grenzen sind wenig Strategie, der geringe Wiederspielreiz für Erwachsene, der Frust über einen Wackler und Diskussionen über die Frage, was als Bewegung gilt.

So gelingt der Einstieg

  • Vor dem ersten Zug die erlaubten Techniken zeigen: Ein freies Stäbchen lässt sich anheben, wegrollen oder mit Druck auf die Spitze herausholen.
  • Zum Start das Bündel mit der Faust auf dem Tisch halten und plötzlich loslassen; so entsteht der wirre Haufen.
  • Wer den Mikado oder einen Mandarin gewonnen hat, darf ihn laut Regel als Hilfsstab einsetzen; das gleich zu Beginn erwähnen.

Im Detail

Varianten und Spielerzahl

Laut Schmidt-Spielregel gehören 41 Stäbchen dazu: ein Mikado zu 20 Punkten, je fünf Stäbchen zu 10 und zu 5 Punkten sowie je fünfzehn zu 3 und zu 2 Punkten, zusammen 170 Punkte. Laut Spielregel hält man das Bündel mit der Faust auf dem Tisch und lässt es plötzlich los. Als Hilfe darf ein gewonnener Mikado oder ein gewonnenes 10-Punkte-Stäbchen (Mandarin) dienen, an der Spitze herunterdrücken ist erlaubt, und schon die geringste Bewegung gilt als Fehler; meist spielt man 5 Runden. Die Schmidt-Ausgabe (Art.-Nr. 40425) ist laut Verlag ab 4 Jahren gedacht. Auf Italienisch heißt es laut Wikipedia und Treccani „sciangai“; in Italien ist auch der Name „mikado“ gebräuchlich.

Was Rezensionen sagen

Eine unabhängige Fachrezension ist zu Mikado nicht verzeichnet. Einzelne Nutzerkommentare auf BoardGameGeek nennen es ein Spiel aus der Kindheit, leicht auf Reisen mitzunehmen, und ein sehr einfaches, traditionelles Geschicklichkeitsspiel. Kritische Kommentare bemängeln, es biete fast keine Strategie und keinen Wiederspielreiz; zudem sei viel zu subjektiv, ob sich ein Stäbchen bewegt habe, was zu Diskussionen führe.

Im Vergleich

Jenga (ab 6, ab 1 Person, ca. 15 bis 20 Minuten) teilt mit Mikado den Förderbereich Feinmotorik und fordert wie dieses Impulskontrolle, etwa beim Loslassen eines klemmenden Klotzes. Statt Stäbchen baut man einen Turm aus 54 Klötzen, und geräuschempfindlichen Kindern liegt es weniger, weil der Einsturz laut poltert. Speedy Roll (ab 4, 1 bis 4 Personen, ca. 20 Minuten) ist wie Mikado ab 4 Jahren, teilt den Bereich Feinmotorik und führt dazu Miteinander: Man rollt reihum einen Ball über haftende Teile, wahlweise im Wettlauf oder kooperativ, wenn ein gemeinsamer Igel vor dem Fuchs flieht. Mikado passt zu Kindern ab 4, die gern behutsam tüfteln, und zum Mitnehmen unterwegs; Erwachsenenrunden, die Taktik und Abwechslung suchen, liegt es weniger.

Quellen

Häufige Fragen

Ab welchem Alter eignet sich Mikado?

Mikado ist ab 4 Jahren angegeben. Bereit sind Kinder, die behutsam mit den Fingern arbeiten und aushalten, dass ein Wackler den Zug beendet; wer sich dabei rasch frustrieren lässt, ist weniger gut bedient.

Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?

Eine Partie dauert etwa 15 Minuten. Es spielen 1 bis 6 Personen. Zu mehreren geht es reihum gegeneinander, meist über mehrere Runden, und die höchste Punktsumme gewinnt.

Was kann Mikado fördern?

Das Spiel kann Feinmotorik und Impulskontrolle fördern. Zum Beispiel verlangt jedes Herausziehen eine ruhige Hand mit dosierter Kraft, und ein eingeklemmter Mikado bleibt besser liegen, auch wenn er lockt.

Ist Mikado auch für Erwachsene spannend?

Nur bedingt: Spielerkommentare vermissen Strategie und Wiederspielreiz. Als einfaches Geschicklichkeitsspiel, das viele aus der Kindheit kennen und leicht mitnehmen, passt es eher in Familienrunden und unterwegs.

Förderprofil

Feinmotorik – ruhige Hand, Kraftdosierung und Geschick
Impulskontrolle – abwarten können, genau hinschauen und im richtigen Moment reagieren

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