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Kakerlakensuppe – Produktbild
ab 6 J. · ★ 3,8 · Tipp der Redaktion

Kakerlakensuppe

Gemüse nennen, schlürfen oder „Hmmm“ sagen: Wer sich irrt oder länger als drei Sekunden zögert, nimmt alle ausgespielten Karten.

So spielt es sich

Reihum deckt man seine oberste Karte auf und nennt das Gemüse (Pilze, Lauch, Chili, Karotten). Zeigt sie dasselbe Gemüse wie oben auf dem Ablagestapel oder wie das eben genannte, muss man ein anderes sagen. Wer eine Schlürfkarte (Gemüse mit schlürfender Kakerlake) legt, schlürft, und ein zweiter Stapel beginnt. Solange sie offen liegt, wird ihr Gemüse geschlürft statt genannt, im Wechsel mit „Hmmm“. Wer sich irrt oder über drei Sekunden zögert, nimmt alle ausgespielten Karten; wer zuerst keine mehr hat, gewinnt.

Was es fördern kann

Beim Anblick einer Chilischote drängt sich „Chili“ fast von selbst auf, und das muss oft unterdrückt werden: Impulskontrolle unter Zeitdruck. Was zuletzt gesagt wurde und ob als Nächstes Schlürfen oder „Hmmm“ dran ist, sieht man nicht; beides bleibt im Arbeitsgedächtnis und wird mit jeder Karte aktualisiert. Die passende Antwort wechselt von Karte zu Karte, und alles muss in drei Sekunden sitzen: Verarbeitungstempo.

Impulskontrolle●●●●●
Arbeitsgedächtnis●●●●●
Verarbeitungstempo●●●●●
Stimmen aus der Community: 2008 als eigenständiger Nachfolger von Kakerlakensalat erschienen, mit ihm kombinierbar. Rezensionen loben Tempo und Gelächter; Erwachsene haben kaum Vorteile. Mal gilt die Suppe als anspruchsvoller als der Salat, mal als wenig neu. Berichtet werden auch Uneinigkeit, ob Schlürfen oder „Hmmm“ dran war, und nachlassende Konzentration nach einigen Runden.
Unser Tipp für Eltern: Zum Einstieg die 16 Schlürfkarten weglassen und zuerst nur Nennen und Ausweichen üben. Sitzt das, kommen sie dazu, anfangs gern in gemächlichem Tempo.

Besonders geeignet für

  • Familien mit Schulkindern, Erwachsene kaum im Vorteil
  • Wer Kakerlakensalat mag und mehr Herausforderung sucht
  • Kurze, laute Runden zum Auftakt oder Ausklang

Weniger geeignet für

  • Kinder, die unter Zeitdruck oder beim Sprechen blockieren
  • Wer Schlürfgeräusche am Tisch nicht mag

Unser Fazit

Kakerlakensuppe lohnt sich für Familien mit Schulkindern ab 6, in denen Erwachsene kaum im Vorteil sind, und für alle, die Kakerlakensalat mögen und mehr Herausforderung suchen. Laut Rezensionen sorgt das Spiel für Tempo und Gelächter und eignet sich als kurzer Auftakt oder Ausklang. Grenzen sind der Wechsel zwischen Schlürfen und „Hmmm“, die Konzentration, die nach ein paar Runden nachlässt, und der geringe Neuigkeitswert gegenüber dem Vorgänger.

So gelingt der Einstieg

  • Vorab zeigen, wann ein anderes Gemüse genannt werden muss: wenn es oben auf dem Ablagestapel liegt oder eben genannt wurde.
  • Den Wechsel zwischen Schlürfen und „Hmmm“ gemeinsam laut üben. Er fällt nicht allen Runden leicht.
  • Klären, was als Fehler gilt: falsches Wort oder Geräusch, Stottern oder Zögern über drei Sekunden. Wer sich irrt, nimmt alle ausgespielten Karten.

Im Detail

Varianten und Spielerzahl

Die Spielanleitung von 2008 nennt 2 bis 6 Personen ab 6 Jahren sowie 112 Gemüsekarten in vier Sorten und 16 Kakerlaken-Schlürfkarten. Autor ist Jacques Zeimet; Luding verzeichnet das Spiel unter Essen 2008 beim Verlag Drei Magier und trägt keine Auszeichnung ein. Kakerlakensuppe ist ein eigenständiges Spiel, lässt sich aber laut Anleitung mit dem Vorgänger Kakerlakensalat kombinieren.

Was Rezensionen sagen

Cliquenabend (Februar 2009) fand es anfangs viel schwerer als Kakerlakensalat, weil man sich merken müsse, welches Geräusch folgt; Jung und Alt seien begeistert gewesen, nach zwei Runden lasse die Konzentration aber nach. Reich der Spiele (Bernhard Zaugg, 2009) nennt es eine Weiterentwicklung von Kakerlakensalat mit erhöhten Anforderungen: Es werde auf Tempo gespielt, und Zögern gelte als Fehler. spieletest.at (Dagmar Weiß, 2009) berichtet viel Spaß mit Stottern und Lachen und kaum Vorteile für Erwachsene; außer Gemüse und Rufwort unterscheide es sich kaum vom Salat. Hall9000 (André Beautemps, 2009) merkt an, dass das Abwechseln von Schlürfen und „hmmm“ nicht allen Runden leicht falle; weil sich mindestens zwei Meinungen bilden, welches Geräusch dran war, werde der Ablagestapel öfter durchforstet. Spielphase (März 2009) nennt es für Fans schneller Spiele einen Pflichtkauf; Doppelspiel (Januar 2009) hält es nicht wirklich für besser als Kakerlakensalat.

Im Vergleich

Biberbande (ab 6, 2 bis 6 Personen, ca. 20 Minuten) teilt mit Kakerlakensuppe Alter, Spielerzahl und den Förderbereich Gedächtnis und fordert wie Kakerlakensuppe das Arbeitsgedächtnis; dazu kommt Risikoabwägung. Stone Age Junior (ab 5, 2 bis 4 Personen, ca. 15 Minuten) teilt mit Kakerlakensuppe den Förderbereich Gedächtnis und fordert wie Kakerlakensuppe das Arbeitsgedächtnis, dazu visuelles Einprägen. Kakerlakensuppe passt zu Familien mit Schulkindern, in denen Erwachsene kaum im Vorteil sind, und zu kurzen, lauten Runden zum Auftakt oder Ausklang; Kindern, die unter Zeitdruck oder beim Sprechen blockieren, liegt es weniger.

Quellen

Häufige Fragen

Ab welchem Alter eignet sich Kakerlakensuppe?

Kakerlakensuppe ist ab 6 Jahren angegeben. Bereit ist ein Kind, wenn es unter Zeitdruck nicht blockiert und sich merken kann, was als Nächstes dran ist. Für Einsteiger gilt der etwas einfachere Vorgänger Kakerlakensalat als besser geeignet.

Wie lange dauert eine Partie und wie viele können mitspielen?

Eine Partie dauert etwa 10 bis 20 Minuten. Es spielen 2 bis 6 Personen gegeneinander, und wer zuerst keine Karten mehr hat, gewinnt. Das Spiel ist eigenständig und lässt sich mit Kakerlakensalat kombinieren.

Was kann Kakerlakensuppe fördern?

Das Spiel kann Gedächtnis, Wahrnehmung und Tempo sowie Impulskontrolle fördern. Wer eine Chilischote sieht, will sofort „Chili“ sagen und muss das oft zurückhalten. Dazu kommt, im Kopf zu behalten, ob gleich Schlürfen oder „Hmmm“ folgt.

Ist Kakerlakensuppe schwerer als Kakerlakensalat?

Anfangs ja: Man muss sich merken, welches Geräusch folgt. Rezensionen sehen die Suppe teils als Weiterentwicklung mit höheren Anforderungen, teils als kaum verschieden vom Salat.

Förderprofil

Gedächtnis – merken, aktualisieren und gezielt erinnern
Wahrnehmung & Tempo – schnell erfassen und auch unter Zeitdruck genau bleiben
Impulskontrolle – abwarten können, genau hinschauen und im richtigen Moment reagieren

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